Kitaplatz - Online
Kinder- und Erwachsenenbibliothek - Online
Apotheken Notdienst

Öffnungszeiten
Mo - Fr: 08:00 - 20:00 Uhr
Sa: 12:00 - 08:00 Uhr
So: 08:00 - 08:00 Uhr

Löwen Apotheke
Markt 16
09669
Frankenberg/Sachsen
Telefon: 037206 - 2222
Veranstaltungen
- + Juli 2020 [aktMonat=6] anzeigen
Juli 2020
MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031
Stadtpark
Firmendatenbank Frankenberg/Sa.
Entwicklungsportal Frankenberg
Europa fördert Frankenberg

Herzlich willkommen in der Stadt Frankenberg/Sa.

17.05.2020 - Pressemitteilungen des Landratsamtes Mittelsachsen

Die ausführlichen Pressemitteilungen können Sie unter www.landkreis-mittelsachsen.de nachlesen.

Aktuelle Zahlen werden auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-mittelsachsen.de/corona veröffentlicht.

Corona-Informationen 18. Mai

In Mittelsachsen ist die Fallzahl seit mehreren Tagen mit 255 Fällen stabil. Das Gesundheitsamt hat für 912 Personen einen Quarantänebescheid erlassen, 892 Personen haben die Quarantäne wieder verlassen.

Die Hotline des Landratsamtes ist in dieser Woche am Montag und Mittwoch von 9 bis 16 Uhr, am Dienstag von 9 bis 18 Uhr und am Donnerstag und Freitag jeweils von 9 bis 13 Uhr unter der 03731 799-6249 erreichbar . Außerdem wurde eine E-Mail-Adresse für Fragen zum Virus eingerichtet - sie lautet corona@landkreis-mittelsachsen.de.

Schutzausrüstung bestellen

Einrichtungen aus dem Gesundheitsbereich können für kommende Woche Schutzausrüstung bestellen. Dies erfolgt über den Internetauftritt www.landkreis-mittelsachsen.de. Die Bestellung muss bis 27. Mai erfolgen, die Ware wird 29. Mai ausgegeben.

Ab Montag können Fahrzeuge auch ohne Termin zugelassen werden

Im Bereich der Kfz-Zulassungsbehörde geht es wieder einen Schritt in Richtung Normalität. Ab 25. Mai ist der Zutritt auch ohne vorab vereinbarten Termin erlaubt. Allerdings unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln. Es werden ab Montag keine telefonischen Termine mehr vergeben. Die vorübergehend zur Hotline-Terminvergabe abgestellten Sachbearbeiter werden wieder vollständig in die Vorgangsabarbeitung eingebunden. Online-Termine können weiterhin auf der Homepage unter KFZ-Zulassung – Button Kfz-Terminvorbereitung/ Wunschkennzeichen gebucht werden. Diese sind zwei Wochen im Vorlauf sichtbar.

Den Zutritt zu dem Zulassungsstellen regelt ein Security-Mitarbeiter. Besucher müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und den Erfassungsbogen zur ggf. Infektionskettenverfolgung ausfüllen.

Online-Terminkunden melden sich weiterhin pünktlich zum vereinbarten Termin bei der Security. Zutritt zu den Wartebereichen wird unter Berücksichtigung der Abstandsregeln für die im Wartebereich möglichen Plätze gewährt. Das sind in Döbeln maximal acht Personen, in Freiberg 16 und in Mittweida 17. Begleitpersonen müssen vor dem Gebäude warten. Geöffnet sind die drei Standorte in Freiberg, Mittweida und Döbeln montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9:00 bis 12:00 Uhr, sowie dienstags und donnerstags zusätzlich von 13:00 bis 17:30 Uhr. Am Mittwoch, 27. Mai, ist zusätzlich von 9:00 bis 12:00 geöffnet. Vor dem jeweiligen Standortgebäude sind unter Abstandswahrung zwei Reihen zu bilden: für Privatpersonen und Gewerbetreibende bzw. Händler. Nicht alle aufgeschobenen Vorgänge können in den nächsten Tagen aufgearbeitet werden, heißt es aus der Zulassungsbehörde. Es wird deshalb darum gebeten, nicht dringliche Anliegen wie z.B. die Zulassung von zusätzlichen Fahrzeugen die aktuell nicht zwingend benötigt werden, zu verschieben.

Lichtblicke Ausbildung

In wirtschaftlich turbulenten Zeiten halten Mittelsachsens Unternehmen an der Ausbildung fest. Ein Instrument um Schülerinnen und Schülern, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, einen Überblick über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im Landkreis zu verschaffen, ist das Schülerportal Mittelsachsen. Unter wirtschaft-in-mittelsachsen.de/schueler gibt es eine Übersicht über freie Lehrstellenangebote, Ferienjobs, Praktikastellen und andere Möglichkeiten der Berufsorientierung. Neu ist, dass Firmen einen kleinen Einblick in den Ausbildungsalltag in dieser besonderen Zeit geben. So aktuell die FILK gGmbH in Freiberg, deren Azubis dem theoretischen Part auch mittels einer virtuellen Lernplattform absolvieren. Oder die Agrarland Lüttewitz e.G., deren Lehrlinge momentan sehr viel Praxis haben. In beiden Unternehmen sind aktuell noch Ausbildungsplätze für das beginnende Lehrjahr frei. „In einer Mailingaktion bitten wir derzeit alle Ausbildungsbetriebe im Landkreis ein Zeichen zu setzen. Indem Unternehmen die Stellen im Schülerportal neu online stellen, zeigen sie, dass die Ausbildung fester Bestandteil wirtschaftlichen Handelns ist. Die Nachwuchsgewinnung ist in der aktuellen Situation sehr wichtig. Mit unserer Plattform geben wir den Unternehmen ein kostenfreies Angebot  Lehrstellen zu veröffentlichen. Schülerinnen und Schüler erhalten in unserem Portal den Einblick in die Firmen der Region“, sagt Jens Spreer, verantwortlicher Projektkoordinator im Referat Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung. Unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de sehen Betriebe aus dem Landkreis auch die aktuellen Unterstützungsangebote im Bereich der Berufsausbildung, die in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufgelegt wurden.

Corona-Lage am 12. Mai 2020

In Mittelsachsen gibt es 252 positive Fälle. Die Werte werden täglich unter www.landkreis-mittelsachsen.de/corona veröffentlicht. Rechnerisch sind rund 240 Personen genesen. Die Hotline des Landratsamtes ist montags, mittwochs und freitags von 9 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr erreichbar. Außerdem wurde eine E-Mail-Adresse für Fragen zum Virus eingerichtet - sie lautet corona@landkreis-mittelsachsen.de. Lagemeldungen werden künftig entsprechend der Entwicklung veröffentlicht.

Gaststätten, Hotels, Theater und Kinos dürfen wieder öffnen

Das Sächsische Kabinett hat auf seiner heutigen Sitzung weitere Lockerungen der zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassenen Beschränkungen und Verbote beschlossen. Um die Ausbreitung des Virus Sars-COV-2 weiter einzudämmen, bleibt der Grundsatz der auf ein Mindestmaß zu reduzierenden allgemeinen Kontaktbeschränkungen, das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Meter und die für bestimmte Bereiche erlassene Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung auch weiterhin bestehen. Zusätzlich zu den bisherigen Kontaktmöglichkeiten ist künftig auch der Kontakt mit Angehörigen eines weiteren Hausstandes erlaubt. Neu sind auch Zusammenkünfte der eigenen Kinder im eigenen Wohnbereich mit bis zu drei weiteren Kindern aus der eigenen Klasse beziehungsweise der eigenen festen Kita-Gruppe zum Zweck gemeinsamen Lernens oder geteilter Betreuung. Neben den bereits mit der aktuell geltenden Corona-Schutz-Verordnung erlaubten Lockerungen und Öffnungen sind zudem Gottesdienste, Beerdigungen, Trauerfeiern und Trauungen bei Einhaltung der Abstandsregeln gestattet. Möglich ist der Besuch von Fahr-, Flug- und Bootsschulen einschließlich der Durchführung von Übungsstunden und der praktischen Prüfung. Öffnen können künftig Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte, Opernhäusern sofern ein von der kommunalen Behörde genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Angebote in Literaturhäusern, Kleinkunst, Soziokultur und Gästeführungen sind ebenso möglich. Geöffnet und besucht werden dürfen Einrichtungen für Fachberatungen im sozialen und psychosozialen Bereich, Seniorentreffpunkte und Angebote der Kinder- und Jugendarbeit ohne Übernachtung mit einem mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Konzept zur Hygiene und professionellen Betreuung. Auch Tanzschulen, Fitness- und Sportstudios, Sportstätten ohne Publikum, Freibäder, Spielbanken, Spielhallen, Wettannahmestellen sowie Freizeit- und Vergnügungsparks dürfen wieder öffnen. Die Nutzung von Sportstätten im Innen- und Außenbereich ohne Publikum ist wieder zulässig, wenn die durch Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vorgegebenen Hygienevorschriften beachtet werden. Dies gilt auch für die Vorbereitung und Durchführung von Wettkämpfen von Sportlerinnen und Sportlern. Gaststätten, Hotels und Pensionen dürfen wieder öffnen ebenso wie Hotels und Beherbungsbetriebe wenn Hygiene- und Schutzvorschriften eingehalten werden. Auch der Betrieb von Einzelhandelsgeschäften ist wieder ohne Reduzierung der Verkaufsfläche erlaubt. Bestehen bleibt grundsätzlich das Besuchsverbot für Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften sowie Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen, stationären Einrichtungen und Wohnstätten der Kinder- und Jugendhilfe. Durch Allgemeinverfügung können weiterhin Ausnahmen von den Besuchsverboten zugelassen und Hygienevorschriften erlassen werden. Fast alle Regelungen dieser Verordnung treten mit dem 15. Mai 2020 in Kraft. Die Regelungen zum Besuch von Kitas und Schulen laut der entsprechenden Allgemeinverfügung treten am 18. Mai 2020 in Kraft. Die Verordnung tritt mit Ablauf des 5. Juni 2020 außer Kraft.

Infos unter: www.coronavirus.sachsen.de

Kitas und Schulen im Primarbereich öffnen

Ein eingeschränkter Regelbetrieb von Schulen und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung ist ab dem 18. Mai wieder möglich. Abweichend davon finden Unterricht für die Schüler der Klassenstufen 4 bis 9 in den Schulen mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung bis einschließlich 1. Juni 2020 nicht statt. Der Betreuungsanspruch gegenüber Kindertagesstätten und der Kindertagespflege besteht im Rahmen der Betreuungsverträge uneingeschränkt. Stehen jedoch Personal oder Räumlichkeiten nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung, kann der Einrichtungsbetrieb durch Verringerung der Betreuungszeiten eingeschränkt werden. Zugang zu den Einrichtungen haben nur Personen ohne SARS-CoV-2-Infektion und ohne die bekannten Krankheitssymptome. Zeigt eine Person Symptome, kann ihr der Zugang zur Einrichtung verweigert werden. Von allen Personen in den Einrichtungen wird erwartet, dass sie die bekannten Hygieneregeln, wie regelmäßiges Händewaschen und die Husten- und Niesetikette beachten. Für Schüler der Primarstufe der Grund- und Förderschulen (Klassenstufen 1 bis 4), für Schüler der Unterstufe der Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (Klassenstufen 1 bis 3) findet der Unterricht im Klassenverband statt. Dies gilt auch, wenn ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen den Schülern innerhalb des Klassenraums nicht eingehalten werden kann. Der Raum, in dem der Unterricht stattfindet, darf von keiner anderen Person als den Schülern des Klassenverbandes, den unterrichtenden Lehrern oder den dem Klassenverband zugeordneten Betreuungspersonal betreten werden. Eine Pflicht, im Klassenraum während des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, besteht für die Schüler nicht. Klassenlehrer haben darauf zu achten, dass der Klassenverband ab der Ankunft der zugehörigen Schüler auf dem Schulgelände und in den Schulgebäuden von anderen Schülergruppen getrennt bleibt. Unterrichtsstunden und Pausenzeiten müssen zeitlich so zueinander versetzt werden, dass Schüler verschiedener Klassenverbände vor und nach dem Unterricht sowie währender der Pausen sich nicht zugleich außerhalb der Klassenräume aufhalten. Für Schüler der Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 10) und für Schüler der Sekundarstufe II (Jahrgangsstufen 11 und 12) einschließlich der berufsbildenden Schulen, werden im Wechsel von Präsenzunterricht an der Schule und häuslicher Lernzeit unterrichtet. Die nähere Ausgestaltung dieses Wechsel-Modells obliegt der Schulleitung. Infos auch unter bildung.sachsen.de

Mehr Kinder in der Notbetreuung

In Mittelsachsen hat sich die Quote der Kinder in der Notbetreuung erhöht. Lag die Zahl Ende April bei rund 14 Prozent, wurden in der vergangenen Woche nun rund 28 Prozent der Kinder betreut, die eigentlich in die Kitas gehen. Grundlage für eine Betreuung bilden die erlassenen Regelungen des Freistaates.  So können beispielsweise Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind, in Kitas betreut werden.

Landkreislauf – Ergebnisse veröffentlicht

Heute sind die Ergebnisse des virtuellen Landkreislaufs unter www.ksb-mittelsachsen.de veröffentlicht worden. Demnach siegte das Team „Erzgebirgs runners“. Insgesamt machten 227 Staffeln und 28 Nachwuchsteams, sprich 765 Läufer aus allen Altersklassen mit. „Die rege Beteiligung zeigt uns, dass wir mit der Veranstaltung eine tolle Verbindung zwischen Breiten- und Leistungssport geschaffen haben. Im Sport hält man auch in solchen schwierigen Zeiten zusammen“, ist der Geschäftsführer des Kreissportbundes Benjamin Kahlert stolz auf die vielen Unterstützer.

Dabei waren Läufer aus dem gesamten Landkreis sowie aus sechs Bundesländern vertreten. So beteiligten sich zum Beispiel Läuferinnen und Läufer aus Kiel, Stuttgart, Calw, Starnberg, Straubing, Tutzing, Aschaffenburg, Jena, Sonneberg, der Uckermark, Gornsdorf und Chemnitz. Im östlichen Görlitz hat sogar  Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am virtuellen Landkreislauf teilgenommen und auch der Chemnitzer FC oder der Welt- und Europameister sowie Goldmedaillengewinner im Sprint-Triathlon bei den Paralympics Martin Schulz beteiligte sich mit Videobeiträgen am virtuellen Landkreislauf. Vom 25. April bis zum 10. Mai konnten sich bis drei Personen zu einer Staffel finden und einzeln anderthalb, drei und fünf Kilometer laufen. Ihre Zeiten übermittelten sie dann in eine Datenbank. „Unter diesen Rahmenbedingungen war die virtuelle Version die bestmögliche, um dennoch den Lauf stattfinden zu lassen, und das mit dem Startschuss traditionell am letzten Samstag im April“, erklärt Landrat Matthias Damm, der hier wie bei den vergangenen Läufen auch wieder Schirmherr war. Es war die 28. Auflage der größten Breitensportveranstaltung im Kreis. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Akteuren, die hier mit uns gemeinsam so kurzfristig dieses Konzept umgesetzt und mitgewirkt haben“, zeigt sich Kahlert beeindruckt. Ursprünglich sollte der Lauf am 25. April in Roßwein stattfinden. Die Stadt wird nun Ausrichter des Landkreislaufes 2021 sein.

Hier die Sieger in den Wertungsklassen:
Gesamtwertung männlich/mixed:           Team Erzgebirgs runners

Gesamtwertung weiblich:                           Die Laufdrillinge

Nachwuchswertung:                                     TSV Talente 1

Gästewertung:                                                Team Erzgebirgs runners

Nachwuchswertung:                                     TSV Talente 1

Firmenwertung:                                              Elsa Jungs

Vereins/Grundschulstaffeln:                      SSV 91 BED Nachwuchs 1

Bambini/Kitastaffeln:                                    TSV Gornsdorf Minis

Tagesordnung des Kreistages veröffentlicht

Im elektronischen Amtsblatt des Landkreises unter www.landkreis-mittelsachsen.de wurde heute die Tagesordnung der nächsten Kreistagssitzung am 27. Mai veröffentlicht. Sie findet am 27. Mai um 15 Uhr in der Hartharena in Hartha statt. Dort können entsprechend der Corona-Situation die notwendigen Abstände gewahrt werden. Im eigentlichen Tagungsort, im Veranstaltungssaal des Beruflichen Schulzentrums „Julius Weisbach“ war dies nicht gegeben. Beraten wird unter anderem über eine neue Taxitarifordnung, über einen Auftrag an Regiobus und die Mitglieder des Gremiums entscheiden über die Bestellung eines Kreisbrandmeisters.

Blatt kommt später

Die Mai-Ausgabe des Mitteilungsblattes des Landkreises, der „Mittelsachsenkurier“, erscheint erst am Samstag. Ursprünglich sollte er morgen erscheinen. Grund für die Verschiebung ist die Verteilung, die auf Grund der Situation nicht am gleichen Tag im ganzen Landkreis gewährleistet werden kann. Das Mitteilungsblatt erscheint zwölfmal im Jahr mit einer Auflage von 160.000 Stück.

Lokalheld sucht bis zum 13. Mai nach Namen – bereits über 30 Vorschläge eingereicht

Auf der Kauf-regional-Plattform wirbt der blau-gelbe Lokalheld für Mittelsachsens Unternehmen mit Liefer- und Abholservices, Onlineshops und Gutscheinangebote. Aus einer Idee Peniger Gewerbetreibender heraus entstand der das Maskottchen, um auf die von der Schließung betroffenen Unternehmen aufmerksam zu machen. Trotz Lockerungen kommt den digitalen Angeboten auch künftig mehr Bedeutung zu. Deshalb soll die Sympathiefigur auch perspektivisch für den Netzwerkgedanken und die regionalen Kreisläufe unter Mittelsachsens Unternehmen werben. Per Facebook und Onlineaufruf sucht das Referat Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung einen Namen. „Über 30 Namensvorschläge haben uns via Facebook oder per E-Mail erreicht“, freut sich Referatsleiter Hartmut Schneider. „Noch bis zum 13. Mai können weitere Vorschläge eingereicht werden. Danach wählt eine Jury einen Namen aus“, fasst Schneider weiter zusammen. In der Jury sind Vertreter aus der Landkreisverwaltung, der IHK Chemnitz und der sechs LEADER-Regionalmanagements  sowie die Schöpferin des Lokalhelden Bianka Behrami vertreten. Als Namensvorschläge sind derzeit Abkürzungen wie „Wim“, „Loki“, „Karlo“ für kauf regional-lokal oder „Milow“ für Mittelsachsens lokale Wirtschaft eingereicht worden. Aber auch kreative Schöpfungen wie Regionalo oder Sachsen-Batman sind dabei. Einige Namensideen weisen auch auf die Entstehung des Lokalhelden hin und heißen Cory oder Cora. Der Namensgeber, dessen Vorschlag die Jury auswählt, kann sich über ein Mittelsachsen-Paket freuen. Darin ist ein Thermocup aus Freiberger Porzellan, ein kleiner Vorrat an Kaffee mit Lokalheldenaufdruck und ein Button des Maskottchens enthalten. Weitere Vorschläge können unter https://www.facebook.com/wirtschaft.in.mittelsachsen oder per E-Mail an regionalmanagement@landkreis-mittelsachsen.de eingereicht werden.

Schutzausrüstung bestellen

Noch bis morgen 8 Uhr können Einrichtungen aus dem Gesundheitsbereich Schutzausrüstung bestellen. Dies erfolgt über den Internetauftritt www.landkreis-mittelsachsen.de. Die Ware wird am Freitag ausgegeben. Die nächste Bestellung ist dann wieder in der Woche ab 25. Mai möglich.

Informationen der Agentur für Arbeit

Während die Betriebe in Mittelsachsen intensiv damit beschäftigt sind, die Folgen der Coronakrise zu bewältigen, lernen die Schülerinnen und Schüler gerade für ihren Abschluss. „Für alle ist die aktuelle Situation eine schwierige Zeit. Fachkräfte- und Nachwuchssicherung für Zeiten nach Corona dürfen aber nicht aus den Augen verloren werden“, erklärt die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Susan Heine. Deshalb sollten die Betriebe auch in der Corona-Krise an ihren Auszubildenden festhalten und spätestens jetzt freie Ausbildungsstellen melden. Die Agentur für Arbeit Freiberg, der Landkreis Mittelsachsen sowie alle Netzwerkpartner stehen gemeinsam für das Bündnis „Allianz für Aus- und Weiterbildung“, denn neben den bisherigen Herausforderungen, wie dem demografischen und strukturellen Wandel, bedarf es besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einer gemeinsamen Strategie. Landrat Matthias Damm: „Ob in der Wirtschaft oder Verwaltung, in der Arztpraxis, im Hotel- und Gaststättengewerbe oder im Altenheim – gut ausgebildete Fachkräfte sind der Grundstein für Mittelsachsens Wirtschaft. Sie sind unsere oftmals stillen Alltagshelden.“ Mittelsächsische Unternehmen werden jetzt aktiv angesprochen, um die Ausbildungsbereitschaft zu erhalten und die Ausbildungsvermittlung zu realisieren. Der Fokus liegt dabei auf den diesjährigen Schulabgängern und allen anderen Bewerbern, die für das aktuelle Ausbildungsjahr eine Ausbildungsstelle suchen.  Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit steht den Jugendlichen wie folgt zur Verfügung: Telefon 03731/489-100 von 8:00 bis 18:00 Uhr

sowie per Mail Freiberg.151-Berufsberatung-vor-dem-Erwerbsleben@arbeitsagentur.de  Den gemeinsame Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Freiberg und des Jobcenter Mittelsachsen erreichen Interessierte unter der Hotline: 0800 4 5555 20.

 

Corona-Lage am 8. Mai

In Mittelsachsen gibt es keine neuen Fälle. Seit einer Woche ist die Zahl der bestätigen Fälle konstant bei 251. Für 860 Personen hat das Gesundheitsamt einen Quarantänebescheid erlassen, 832 Personen haben die Quarantäne wieder verlassen. Aktuelle Zahlen werden täglich unter www.landkreis-mittelsachsen.de/corona veröffentlicht. Hinweis: Die Hotline des Landratsamtes ist montags, mittwochs und freitags von 9 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr unter 03731 7992649 erreichbar.

Kinder dürfen wieder in Kitas und Grundschulen

Ab dem 18. Mai sollen Kinder wieder ihre Kitas und Schüler der Klassenstufen 1 bis 4 wieder ihre Schulen regelmäßig besuchen dürfen. Auch für alle übrigen Schüler weiterführender Schulen soll ab dem 18. Mai ein zumindest zeitweiser Besuch ihrer Schulen möglich sein. Somit haben alle Eltern einen Anspruch auf die Betreuung ihrer Kinder in Kindergärten, Kinderkrippen und Horten. Für die Wiederöffnung gelten jedoch strenge Regeln. Klassen und Betreuungsgruppen müssen strikt voneinander getrennt werden.

Grundsätzlich dürfen nur Kinder aufgenommen werden, die keine Krankheitssymptome aufweisen. Auch das Personal muss gesund sein. In der Kindertagesbetreuung wird eine Mund-Nasen-Bedeckung situationsbedingt empfohlen. Gleiches gilt auch im Kontakt zu Erwachsenen. Ebenso sollten Eltern beim Bringen und Abholen ihrer Kinder eine Mund-Nasenbedeckung tragen. Kindern müssen jedoch keine Masken tragen. Um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können, müssen die tagaktuellen Zusammensetzungen der Gruppen und Betreuer dokumentiert werden. Eltern versichern jeden Tag schriftlich vor Beginn der Betreuung oder des Unterrichts, dass keine Krankheitssymptome vorliegen. Die Auskunft muss auch den Gesundheitszustand des Hausstandes einbeziehen. Die Einrichtungsleitung kann bei Zweifel am Gesundheitszustand des Kindes eine Betreuung ablehnen. Das Bringen und Abholen der Kinder sollte so gestaltet sein, dass Kontakte möglichst reduziert werden. Jede Kita muss einen aktualisierten Rahmenhygieneplan erstellen und einhalten. Sanitärräume müssen mit ausreichend Seifenspender und Einmalhandtüchern ausgestattet sein. Handkontaktflächen, wie Türklinken, Tischoberflächen oder Fenstergriffe sind täglich zu reinigen. Auf regelmäßiges Händewaschen ist zu achten. Die Einrichtungen werden nur unter der Maßgabe geöffnet, dass Infektionsketten zurückverfolgt werden können und dass es zu einer strikten Zuordnung in konstante und nicht wechselnde Betreuungsgruppen und Klassen kommt, heißt es in dem Konzept. Die Rückverfolgung von Infektionsketten müsse ebenso in der Kindertagespflege gewährleistet sein. Weitere Informationen zum Konzept gibt es im SMK-Blog (www.bildung.sachsen.de/blog) und auf der Corona-Website www.cornonavirus.sachsen.de. Bürgeranfragen beantwortet die Hotline der Staatsregierung unter 0800/1000214.

Infoveranstaltung verschoben

Die Informationsveranstaltung für das geplante Flurbereinigungsverfahren Nassau findet am 1. September um 18:00 Uhr statt. Ursprünglich war sie für den 12. Mai geplant. Eine offizielle Ladung erfolgt über die Amtsblätter der betroffenen Gemeinden. Im Bereich der Gemarkung Nassau sowie in Teilen der Gemarkungen Clausnitz, Holzhau, Frauenstein und Reichenau gibt es seit Jahren das Ansinnen, ein Flurbereinigungsverfahren anzuordnen. Ziel der Veranstaltung ist es, die voraussichtlichen Teilnehmer über den Sinn und Zweck sowie die Kosten des Verfahrens aufzuklären. Der nachhaltige Erfolg des geplanten Verfahrens hängt vom Mitwirken aller Verfahrensteilnehmer ab.

Jeden Tag ein neues Video vom Theater

Auf der Internetseite www.mittelsaechsisches-theater.de sowie bei Youtube und facebook gibt es jeden Abend um 19:30 Uhr einen neuen Gruß mit Künstlern des Mittelsächsischen Theaters: Songs und Kammermusik, Lieder und Texte von jeweils etwa zwei Minuten Dauer. Außerdem spielen Blechbläser des Orchesters zum Beispiel vor Altenheimen und schicken mit großem Sicherheitsabstand musikalische Grüße an die Bewohner. Das nächste Mal am Mittwoch in Freiberg. Weitere Termine, unter anderem in Döbeln, sind in Planung.

Der Besucherservice des Mittelsächsischen Theaters ist jetzt auch wieder direkt, nicht nur per Mail oder Telefon, zugänglich: im Döbelner Theaterfoyer und im Freiberger Silbermannhaus dienstags und donnerstags von 10:00 bis 13:30 und von 14:00 bis 18:00 Uhr. Neben Informationen und Gutscheinen gibt es dort jetzt auch die von den Theaterschneiderinnen angefertigten Atemschutzmasken mit Theaterlogo.

Gedenkgottesdienst zum 75. Jahrestag des Kriegsendes

Heute jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. Mit einem Gottesdienst im Freiberger Dom gedenken u.a. Superintendentin Hiltrud Anacker, Landrat Matthias Damm und Oberbürgermeister Sven Krüger. Da er unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht wie geplant stattfinden konnte, wird der Gottesdienst im Kabelfernsehen im Kanal 9, auf dem YouTube-Kanal der Kirchgemeinde (erreichbar unter  www.freiberger-dom.de) am Freitag um 18 Uhr zu sehen sein.

Corona – Lage am 6. Mai

In Mittelsachsen gibt es seit der Lage-Meldung von Montag keine neuen Fälle. Es ist aber ein weiterer Todesfall hinzugekommen. Dabei handelt es sich um eine 80-jährige Frau mit Vorerkrankungen. Damit gibt es sieben Todesfälle im Kreis.

Ausschuss tagte

Heute kam erstmals seit dem Auftreten der ersten Corona-Erkrankungen in Mittelsachsen ein Ausschuss des Kreistages zusammen. Um den notwendigen Abstand zu wahren, tagte der Ausschuss für Umwelt und Technik im Veranstaltungssaal des Beruflichen Schulzentrums „Julius Weisbach“ in Freiberg. Entsprechend der Tagesordnung wurde der Landrat beauftragt, die Rohbauarbeiten für ein Lehrschwimm- und Therapiebecken an eine Firma aus Niederwiesa zu vergeben. Sie haben ein Volumen von rund 600.000 Euro und beginnen Ende Mai. Schon seit Ende März laufen die Vorbereitungen für das Projekt auf dem Gelände Dr.-Lothar-Kreyssig-Schule in Flöha. Die Baustelle ist nun komplett eingerichtet und die Baugrube fertiggestellt. Ziel ist, dass Ende des Jahres die äußere Hülle des Gebäudes geschlossen ist und der Innenaufbau startet. Parallel laufen verschiedene Ausschreibungen, wie zur Beschaffung der Becken und für die Haustechnik. Für Ende des kommenden Jahres ist die Fertigstellung geplant. Die Gesamtkosten für das Vorhaben liegen bei rund 3,6 Millionen Euro, die über das Programm „Brücken in die Zukunft" durch den Freistaat zu drei Viertel finanziert werden. Außerdem wurden die Mitglieder über eine Eilentscheidung des Landrates informiert. Da die Gremien nicht tagen konnten, vergab er den Auftrag für den Ausbau der Kreisstraße (K)8212. Am 11. Mai geht es mit den Arbeiten in der Ortslage Höckendorf auf einer Länge von einem Kilometer bis zum Ortseingang Erlebach los. Die Kosten betragen rund 628.000 Euro. Die Sitzungen des Jugendhilfeausschusses und des Verwaltungs- und Finanzausschusses entfielen auf Grund der aktuellen Situation sowie mangels dringlich zu entscheidenden Themen. Der Kreistag soll am 27. Mai stattfinden. Hierzu wird der Ältestenrat morgen beraten.

Änderungen bei den Corona-Ambulanzen

Bis Montag hatte die Corona-Teststelle am Kreiskrankenhaus Freiberg „Fieberambulanz – Corona- & Grippediagnostik“ von 10.00 bis 12.00 Uhr geöffnet. „Erfreulicherweise liegen die Patientenzahlen seit längerem im einstelligen Bereich und spiegeln einen Trend wider, der uns Maßnahmen ergreifen lässt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Vereinigen Gesundheitseinrichtung Mittelsachsen. Innerhalb der letzten sieben Öffnungstage hätten 51 Patienten einen Abstrich durchführen lassen. Daher zog die Teststelle nun in die Praxis für Allgemeinmedizin Dr. Roxana John um. Täglich von 11.00 bis 12.00 Uhr werden dort Verdachtsfälle gemäß aktuell gültiger Kriterien auf Corona getestet. Patienten sollen die Praxisräumlichkeiten ausschließlich mit einem Mund-Nasen-Schutz betreten. Auch in Mittweida gibt es neue Öffnungszeiten: Die Anzahl der wöchentlichen Tests in dieser Corona-Ambulanz lag bei etwa 25, „Auf Grund der geringen Nachfrage haben wir uns dazu entschieden, das Angebot ab der kommenden Woche auf drei Tage pro Woche zu reduzieren“, erklärt die Klinik. Ab 11. Mai ist die Ambulanz wie folgt geöffnet: Montag, Mittwoch und Freitag: 9.00 bis 11.00 Uhr. Auch dort wird nach den aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes getestet. Die Patienten werden gebeten, vorab telefonisch mit der Corona-Ambulanz oder mit dem Hausarzt Kontakt aufzunehmen. Die Corona-Ambulanz ist wie folgt telefonisch erreichbar: Tel. 03727/99-1090 (Montag bis Freitag : 09:00 – 13:00 Uhr).  Informationen stellen die Häuser auf ihren jeweiligen Internetseiten zur Verfügung: Freiberg und Mittweida.

Wettbewerb wird verschoben

Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“  auf Kreisebene verschiebt sich um ein Jahr. Die Anmeldefrist zur Teilnahme wird auf den 30. April 2021 verlängert, ursprünglich endete diese Ende Mai. Bei einer erfolgreichen Teilnahme auf Landkreisebene kann der jeweilige Ort beim Ausscheid auf Landesebene mitmachen. Erstmals wird in dieser Runde den teilnehmenden Orten mit der „Dorfwerkstatt“ eine professionelle Begleitung während des Wettbewerbs angeboten. Dörfer, die eine „Dorfwerkstatt“ durchführen wollen, erhalten die Unterstützung kostenfrei und direkt im Ort in Form von moderierten Workshops und fachlicher Expertise, um ihre Projekte zu entwickeln.  Infos gibt es unter: www.laendlicher-raum.sachsen.de/dorfwettbewerb

Agentur für Arbeit Freiberg und Jobcenter Mittelsachsen setzen auf Telefon- und Online-Zugang

Die Agentur für Arbeit Freiberg und das Jobcenter Mittelsachsen haben die persönlichen Kontakte in den Dienststellen auf andere Kommunikationskanäle verlagert. Die meisten Anliegen werden telefonisch oder online geklärt. Diese Regelungen haben weiterhin Bestand. „Unsere wichtigste Aufgabe ist gegenwärtig die zuverlässige Zahlung von Geldleistungen, um Existenzen zu sichern. Dazu gehören vorrangig das Kurzarbeitergeld, das Arbeitslosengeld und das Arbeitslosengeld II“, so Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiberg.  Alle zusätzlich eingerichteten Hotlines rund um die Themen Ausbildung, Arbeit und Beruf sind über www.arbeitsagentur.de/sachsen abrufbar. Persönliche Gespräche werden in Notfällen möglich sein. In diesen Ausnahmefällen vereinbaren die Jobcenter und Arbeitsagenturen mit den Kunden einen Termin.

Gemeinsame Hotline Gastgewerbe und Tourismus

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise und den drastischen Auswirkungen auf das Gastgewerbe und die Tourismuswirtschaft in Sachsen entstehen bei den Unternehmen eine Vielzahl von Fragen und der Wunsch nach Informationen, Beratung und Begleitung für die Bewältigung deren Folgen. Das vom Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) unterstützte Projekt "Hotline Gastgewerbe & Tourismus" des DEHOGA Sachsen e.V. und LTV SACHSEN stellt in Verbindung mit der LTV-Website "Corona -Kompass Tourismus" ein zentrales, sachsenweites Instrument dar, um diesen Bedarf zu kanalisieren. Den touristischen Leistungsträgern steht damit ein sehr flexibles Instrument zur Kommunikation und Krisenbewältigung zur Verfügung.

Dafür ist eine gemeinsame Hotline täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr unter0351 / 85032250 erreichbar.

Wiedereröffnung von Schloss Rochsburg zu Himmelfahrt

Um die geltenden Hygienerichtlinien der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung zu gewährleisten, werden momentan alle erforderlichen Maßnahmen zur Wiedereröffnung des Museums Schloss Rochsburg vorgenommen, die sich auf Grund von Lieferengpässen von Desinfektion- und Hygieneartikeln verzögern. Ab Donnerstag, dem 21. Mai 2020, öffnet Schloss Rochsburg wieder die Tore für den Besucherverkehr. Zum Schutz von Gästen und Mitarbeiten ist der Besuch des Museums bis auf Weiteres nur unter Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung erlaubt. Nach der Wiedereröffnung ist, neben der Dauerausstellung zur Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner, die beliebte Kostümausstellung „Leute machen Kleider“ zu 1000 Jahren Modegeschichte wieder zu sehen. Auch die aktuelle Sonderausstellung „Konferenz der Tiere“ lädt zu einem Besuch ein.

Von Zuhause aus über das Studium und die Studienangebote informieren –Online Campustag der TU Bergakademie Freiberg am 16. Mai möglich

Die TU Bergakademie  Freiberg möchte Studieninteressierte dabei unterstützen, den passenden Studiengang zu finden und sich umfassend über das Studium in Freiberg zu informieren. Dafür veranstaltet sie am 16. Mai von 10.00 bis 15.00 Uhr erstmals einen Online Campustag. Die vielfältigen Video-Angebote werden auf einer eigens dafür angelegten Website präsentiert. Neben Studiengangsvorstellungen erwartet Interessierte auch kurze Clips zu den Themen Studienfinanzierung, Auslandssemester und Universitätssport sowie studentisches  Leben und Engagement.

Eine persönliche Beratung ist beim Online Campustag von 10.00 bis 15.00 Uhr möglich. Im Live-Chat beantwortet die Studienberatung der Universität alle Fragen rund um das Studium und gibt Tipps zur Studienwahl und zur Einschreibung. In virtuellen Räumen finden zu festgelegten Zeiten außerdem Fachberatungen statt. Konkrete Fragen zu einzelnen Studiengängen können hier individuell geklärt werden. Was es heißt, in Freiberg zu studieren, erzählen Studierende im Studi-Talk.

Corona-Lage am 4. Mai

In Mittelsachsen sind auch heute keine weiteren Fälle hinzugekommen. Damit ist die Zahl der positiv getesteten Personen konstant bei 251. Für 858 Personen erlies das Gesundheitsamt einen Quarantänebescheid, 813 Personen haben die Quarantäne wieder verlassen. Rund 240 Personen gelten rechnerisch wieder als gesund. Die nächste Lage ist für Mittwoch geplant. Die Zahlen werden täglich auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-mittelsachsen.de/corona aktualisiert.

Hinweis zu Spielplätzen

Zahlreiche Fragen richteten Kommunen an den Landkreis zur Benutzung der Spielplätze. Dies ist mit der neuen Regelung möglich. Das Gesundheitsamt hat den Städte- und Gemeindetag entsprechende Empfehlungen herausgegeben. Demnach ist beispielsweise auf den Mindestabstand von Besuchern und Begleitpersonen zu achten. Den Spielplatz darf nur betreten, wer keine Symptome aufweist, die auf eine Infektionskrankheit hinweisen. „Nach dem Spielen sollen die Hände und das Gesicht gründlich waschen werden. Für die Hände gilt: mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife reinigen“, heißt es aus dem Gesundheitsamt. Außerdem solle der Kontakt zu Risikogruppen vermieden werden. Zu Risikogruppen zählen Personen über 60 Jahre bzw. mit einer Vorerkrankung.

Der Kreissportbund hat auf seiner Internetseite Empfehlungen zum Wiedereinstieg in den Vereinssport veröffentlicht.

Berufswahl in Krisenzeiten

Auch wenn in der aktuellen Situation viele Unsicherheiten bestehen, steht der Ausbildungsbeginn nach den Sommerferien 2020. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agentur für Arbeit Freiberg sind weiter per E-Mail und Telefon erreichbar und stehen den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite. Daneben werden Arbeitgeber zu Fragen der Sicherung ihres Fachkräftenachwuchses von dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Freiberg und dem Jobcenter Mittelsachsen beraten. „In den nächsten Wochen widmen wir uns auch verstärkt den Unternehmen und wollen dazu in den Dialog treten“, erklärt die Agentur in einer Pressemitteilung heute. Fachkräftesicherung und Nachwuchs für Zeiten nach Corona dürfe nicht aus den Augen verloren werden. Für Unternehmen hat die Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Susan Heine folgenden Rat: „Sollte auf Grund der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens die Ausbildungsaufnahme unklar sein oder sind sich als Arbeitgeber unsicher, den Ausbildungsvertrag mit dem Jugendlichen abzuschließen, steht unser Arbeitgeberservice mit Beratung und Unterstützung zur Verfügung.“ Der gemeinsame Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Freiberg und des Jobcenters Mittelsachsen ist unter der Hotline: 0800 4 5555 20 erreichbar.

Mittelsachsens Unternehmen halten zusammen: dufte Kaffeeaktion aus Burgstädt

Hotline:

Die Hotline des Landratsamtes zu Corona ist unter der 03731 7996249 montags, mittwochs und freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt, dienstags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr. Anfragen zum Thema können auch per Mail an corona@landkreis-mittelsachsen.de gestellt werden.

Corona-Lage am 3. Mai

Am Freitag, Samstag und heute sind keine weiteren Personen aus Mittelsachsen positiv auf das sogenannte Corona-Virus getestet worden. Somit gibt es im Landkreis 251 positive Fälle - 79 wurden im Altkreis Döbeln, 71 wurden im Altkreis Mittweida und 101 wurden im Altkreis Freiberg registriert. In der vergangenen Woche wurde eine Schülerin der Oberschule Waldheim positiv getestet. Die Klasse mit acht Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrer wurden als Kontaktpersonen im weiteren Sinne getestet. Es gab keine weiteren positive Befunde. Der Test einer Schülerin steht noch aus. Quarantänemaßnahmen sind nicht notwendig. „Da die Abstände eingehalten und eine Mund-Nasenabdeckung  getragen worden ist, gelten die getesteten Personen nicht als direkte Kontaktpersonen nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts“, heißt es aus dem Gesundheitsamt. Die anderen Schülerinnen und Schüler können somit am Montag wieder regulär die Einrichtung besuchen, es gibt keine Einschränkungen aus Sicht des Gesundheitsamtes im Schulbetrieb. Im Zusammenhang mit dem Fall appelliert nochmals das Gesundheitsamt die Hygieneregeln genau zu beachten, sich beispielsweise regelmäßig die Hände zu waschen.

Neue Regeln in Sachsen

Verpflichtend ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung weiterhin in Geschäften des Einzelhandels und beim Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel. Alle Versammlungen und sonstigen Ansammlungen von Menschen bleiben untersagt. Ausgenommen sind Zusammenkünfte mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und weiterer fünf Personen zur Begleitung Sterbender. Gottesdienste sind unter Einhaltung der bestehenden Hygienevorschriften und der Abstandsregelung erlaubt. Einrichtungen und Angebote mit Publikumsverkehr bleiben grundsätzlich geschlossen und untersagt. Die bereits bestehenden Ausnahmen werden erweitert auf Gedenkstätten, Bibliotheken ausschließlich zur Medienausleihe, Archive, Museen, Ausstellungen, Galerien, Ausstellungshäuser und Außenanlagen von Tierparks, Botanischen sowie Zoologischen Gärten. In geschlossenen Räumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Öffnen dürfen Fahrschulen. Allerdings dürfen sie noch keine Fahrstunden und praktische Fahrprüfungen für PKW anbieten. Spielplätze dürfen bei Einhaltung eines speziellen hygienischen Nutzungskonzepts nach Genehmigung durch die Kommune wieder benutzt werden. Auch Außensportstätten sind zur Nutzung wieder zugelassen, wenn Abstandsregeln und Hygienevorschriften eingehalten werden. Die Vorschriften für Geschäfte, Betriebe und Dienstleistungsbetriebe bleiben weitgehend bestehen. Einkaufszentren müssen zur Öffnung Konzepte vorlegen, die mit dem Gesundheitsamt abzustimmen sind. Möbelhäuser dürfen zusätzlich öffnen. Für den Einzelhandel ist weiterhin eine Verkaufsfläche von 800 qm erlaubt, die nunmehr auch durch Absperrung oder ähnliche Maßnahmen geschaffen werden kann. Öffnen dürfen künftig Friseure und artverwandte Dienstleistungen, wenn sie besondere Schutzmaßnahmen für Kunden und Beschäftigte anwenden. Gaststätten, Hotels und Beherbergungsbetriebe bleiben geschlossen. Erlaubt sind künftig Dauercamping sowie Ferienwohnungen und Wohnmobile zur Eigennutzung. Weitere Informationen unter www.coronavirus.sachsen.de

Mehr Kinder in der Notbetreuung

In Mittelsachsen hat sich die Quote der Kinder in der Notbetreuung im Vergleich zur Vorwoche leicht erhöht. Lag die Zahl in der vergangenen Woche bei rund 14 Prozent, werden nun rund 18 Prozent der Kinder betreut, die eigentlich in die Kitas gehen. Grund für die Erhöhung sind die bisherigen Regelungen, die seit 18. April galten. Die Liste der Sektoren bzw. relevanten Berufe wurde erweitert.  Der Freistaat entschied in der vergangenen Woche  weitere Regelungen zu den Kitas: Demnach ändert sich auch der Anspruch auf Betreuung oder Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen. Integrationskinder im Alter vor der Einschulung mit Anspruch auf Eingliederungshilfe haben nun auch Anspruch auf Notbetreuung, wenn die Personensorgeberechtigten die Betreuung auch unabhängig von ihrer beruflichen Tätigkeit nicht leisten können. Betreuungsangebote in der Kindertagespflege sind ab morgen wieder möglich.

Neues Bestellsystem für Schutzausrüstung

Der Landkreis hat auf seiner Internetseite www.landkreis-mittelsachsen.de ein Verfahren eingestellt, wie beispielsweise Pflegeeinrichtungen Schutzausrüstung bestellen können. Jede Woche erhält der Landkreis vom Freistaat eine entsprechende Lieferung. Die Ausrüstung soll dann weiter verteilt werden unter anderem an ambulante Pflegedienste, stationäre Pflegeeinrichtungen, Hospize und Wohnheime für Menschen mit Behinderung. Dabei handelt es sich beispielsweise um Masken oder Einmalhandschuhe. Mittels eines Online-Bestellformulars können die Dinge bis Mittwoch 8 Uhr bestellt und Freitag abgeholt werden.

Neuland wagen: von der B2B zur Endkundenproduktion

Flexitex in Augustusburg kennt sich aus mit textilen Schutzhüllen. Allerdings mit dem Schutz von Robotern und Schweißtechnik. Die Schutzhüllen kommen immer dort zum Einsatz, wo sensible Technik vor Verschmutzung und Hitze geschützt werden muss. In der Industrie ist das mittelsächsische Unternehmen ein starker Partner. Mit dem Ausbruch der Corona-Krise stand die Fertigung für den Automobilsektor still. Kurzarbeit beherrscht den Alltag der Flexitex-Kunden und ein ungewisser Blick in die Zukunft. „Als die Diskussion zu Schutzausrüstungen in den Medien aufkam, haben wir uns auf unsere Stärken besonnen. Wir kennen uns aus mit der Konfektion von Geweben, die in Schutzausrüstungen vorkommen. Neu für uns ist die Zielgruppe und die eingesetzten Materialien – statt für Maschinen fertigen wir aktuell Produkte für Menschen. Darüber hinaus vertreiben wir unsere Produkte normalerweise an Kunden aus dem B2B-Bereich“, blickt Claudia Ebert, verantwortlich für Marketing und Vertrieb zurück. „Durch die Einrichtung eines Online-Shops sollen die Behelfs-Mundmasken auch an Endkunden verkauft werden können“, ergänzt sie weiter. Ein hoch-motiviertes, flexibles Team hat sich der Veränderung gestellt und fertigt in zwei Schichten Behelfs-Mundmasken sowie andere Einweg-Produkte wie Behelfs-Kittel und Behelfs-Schwestern-Hauben. Diese werden hauptsächlich an Arztpraxen abgegeben. Auch Reinigungstücher bietet Flexitex an. „Was unseren Kunden in der Industrie gute Dienste erweist, hilft auch zum Beispiel Händlern, die Hygieneanforderungen in den Geschäften zu erfüllen“, fasst Claudia Ebert zusammen. Mit dem Eintrag in der Kauf-regional-Karte unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/kaufregional.html möchte Flexitex sich gewerblichen und Privat-Kunden vorstellen.

Kredite für Studenten

Es gibt jetzt es eine Perspektive für diejenigen, die keinen Anspruch auf BAföG-Mittel haben oder keine anderweitigen Unterstützungsangebote nutzen können. Konkret können Studierende ab dem 8. Mai zunächst zinslose Überbrückungsdarlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) online beantragen. Pro Monat können sich die Studierenden dann maximal 650 Euro auszahlen lassen - nähere Informationen unter: www.kfw.de/studienkredit-coronahilfe. Als zweite Säule zur Unterstützung von Studierenden in Not stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insgesamt 100 Millionen Euro für die Studierendenwerke in ganz Deutschland zur Verfügung. Es stärkt damit deren Nothilfefonds, über die die Studierenden dann Zuschüsse beantragen können. In Sachsen gibt es vier Studentenwerke. (Chemnitz/Zwickau, Dresden, Freiberg, Leipzig) In den nächsten Tagen  werden die genauen Modalitäten zur Beantragung und Auszahlung in den zuständigen Stellen der Studentenwerke geklärt.

Die Fahrbibliothek ist wieder da

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Fahrbibliothek der Kreisergänzungsbibliothek Mittelsachsen vorübergehend ihren Betrieb einstellen. Ab morgen wird die Fahrbibliothek wie gewohnt die üblichen Haltestellen im Landkreis anfahren. Termine und Ausleihzeiten bleiben bestehen. Um die geltenden Hygienestandards einhalten zu können, wird es zunächst kleinere Änderungen geben. Die Ausleihe und Rückgabe wird nur am Fahrzeug möglich sein, da durch den Ausfall mit einem höheren Rückgabeaufkommen zu rechnen ist. Für Vorbestellungen sollten die Internetseite der Kreisergänzungsbibliothek genutzt (fahrbibliothek.bbopac.de) oder die Mitarbeiterinnen telefonisch bzw. per E-Mail kontaktiert werden. So kann die „Medientüte“ mit speziellen Büchern oder Medien verschiedener Genres, je nach Leserwunsch schon im Vorfeld gepackt werden. Lange Wartezeiten werden somit vermieden. „Das Team der Bibliothek freut sich auf seine Leserinnen und Leser, verbunden mit der Bitte, die Hygieneregeln einzuhalten“, schreibt die Mittelsächsische Kultur gGmbH in einer Mitteilung.

Wieder Regelfahrplan bei der MRB

Ab morgen fährt die Mitteldeutsche Regiobahn auf nahezu allen Linien wieder nach dem regulären Fahrplan, um den Fahrgästen in den Zügen ausreichend Platz anbieten zu können. Einzige Ausnahme: Die Verstärkerzüge zwischen Chemnitz und Zwickau und zwei nächtliche Verbindungen auf der Linie RB 30 Dresden – Chemnitz – Zwickau sowie einige Nachtzüge auf der Linie RB 110 Leipzig – Döbeln entfallen. Durch die erweiterten Corona-Regelungen können die MRB-Service-Dienstleistungen wieder regulär angeboten werden. Aufgrund der eingeführten Schutzmaßnahmen verkaufen die MRB-Kundenbetreuer ab dem 4. Mai wie gewohnt Fahrscheine in den Zügen. Die Mitarbeiter in den MRB-Kundencentern und den Partneragenturen stehen ebenfalls wieder für Fahrscheinverkäufe und persönliche Beratung zur Verfügung. Es gelten die gewohnten Öffnungszeiten - lediglich einige Partneragenturen öffnen noch zu leicht eingeschränkten Zeiten. Bei Fahrten im ÖPNV ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend. Ebenso sollte sich jeder Fahrgast an die geltenden Abstand- sowie Hygieneregeln halten. Den detaillierten Fahrplan sowie weitergehende Informationen erhalten Fahrgäste auf der Webseite www.mitteldeutsche-regiobahn.de

Corona-Lage am 30. April

In Mittelsachsen sind heute weitere Infizierte hinzugekommen. Somit registrierte das Gesundheitsamt seit Mitte März 251 Erkrankungsfälle – diese verteilen sich auf den Altkreis Döbeln mit 79, den Altkreis Freiberg mit 101 und den Altkreis Mittweida mit 71 Fällen. Die Zahl der Todesfälle hat sich auf sechs erhöht, das Gesundheitsamt erreichte die Meldung, dass ein 95-jähriger Mann mit Vorerkrankungen verstorben sei. Am Wochenende werden die Zahlen im Internet unter www.landkreis-mittelsachsen.de/corona  aktualisiert. Die Hotline des Landratsamtes ist am Freitag, Samstag und Sonntag von 9 bis 13 Uhr unter der 03731 799-6249 besetzt. Fragen rund um Corona können ebenfalls per Mail an corona@landkreis-mittelsachsen.de gestellt werden.

Neue Regelungen angekündigt

Heute Abend verabschiedet das Sächsische Kabinett neue Regelungen zum Umgang mit Corona. Sie gelten ab Montag. Schon vorab erklärte die Staatsregierung, dass beispielsweise Frisöre, Kosmetiksalons, Fußpfleger und Nagelstudios sowie Museen und Bibliotheken wieder öffnen dürfen. Die genauen Informationen können auf der Internetseite des Freistaates www.coronavirus.sachsen.de spätestens morgen abgerufen werden.  Die dazugehörige Pressekonferenz wird heute ab 19:30 Uhr im Internet übertragen.

Ab morgen: Fahrausweis im Bus zeigen

Der Landkreis hat heute eine neue Allgemeinverfügung zum Nahverkehr erlassen. Demnach öffnet sich in Bussen ab 1. Mai wieder die erste Tür. Das heißt, die Gäste können wieder im Bus einen Fahrausweis kaufen. „Gleichzeitig sind die Tickets, wie vor Corona, immer vorzuzeigen“, erklärt Michael Tanne,  Geschäftsführer von REGIOBUS. Die Busse wurden dafür extra umgerüstet, um die Beschäftigten zu schützen. Es gibt jetzt im Fahrerbereich eine Schutzfolie. „Noch sind wir nicht ganz fertig, alle 240 Busse auszustatten. Rund die Hälfte hat schon eine Folie“, so Tanne.  Wenn ein Bus noch nicht umgerüstet wurde, öffnet sich weiterhin die hintere Türe und der Bereich zum Fahrer ist mit Band abgesperrt. Trotz der neuen Regelung muss weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs  getragen werden. „In den vergangenen gut zwei Wochen haben sich die Fahrgäste daran gehalten. Es gab keine Probleme und ich bedanke mich, dass die Fahrgäste so diszipliniert sind“, so Tanne abschließend. Nach der zwischenzeitlichen Reduzierung des Zugverkehrs ins Mittelsachsen, fahren ab Montag wieder alle Linien im Normalbetrieb, das heißt ab Montag auch der Regionalexpress 3 zwischen Dresden und Hof, die Regionalbahn 110 zwischen Leipzig und Döbeln und die S 3 zwischen Dresden und Freiberg. Der Regionalexpress 6 zwischen Chemnitz und Leipzig ist dann wieder mit vier Wagen unterwegs, zurzeit sind es drei.

Kfz-Zulassung öffnet für Bürger

Ab 4. Mai 2020 wird die Terminvergabe erweitert, nunmehr für Bürger.

Der Zutritt zur Kfz-Zulassungsbehörde Mittelsachsen an den drei Standorten ist nur nach telefonischer Terminvereinbarung oder mit einem online gebuchten Termin (Button Kfz-Terminvorbereitung/Wunschkennzeichen) gestattet. Ohne Termin erfolgt kein Einlass.

Besucher müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und den Erfassungsbogen zur ggf. Infektionskettenverfolgung ausfüllen.

Erreichbarkeit: Montag bis Freitag 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag 13:00 bis 17:30 Uhr

Dienststelle Döbeln

Dienststelle Freiberg

Dienststelle Mittweida

03731 799-1351

03731 799-3616

03731 799-6683

Zentrale Telefonnummer der Kfz-Zulassungsbehörde –
nur für Fachfragen, keine Terminvereinbarungen:

03731 799-6633

 

Termine werden aktuell unter Beachtung der Corona-Regelungen und der Kapazitäten der Kfz-Zulassungsbehörde montags bis freitags für die Zeitfenster 9 bis 12 Uhr und dienstags/donnerstags 13 bis 17:30 Uhr vergeben.

Information der Fahrerlaubnisbehörde

Auch in der kommenden Woche erfolgt die Bearbeitung von Fahrerlaubnisangelegenheiten nur mit Terminvereinbarung in der Hauptstelle in Döbeln. Vorrangig werden auch weiterhin dringliche Fälle, wie die Verlängerungen der Gültigkeit von Fahrerlaubnissen (LKW, Bus, Fahrgastbeförderung) und der Schlüsselzahl 95, die zeitnah ablaufen und die  Ausstellung von Ersatzdokumenten, wenn diese zur Berufsausübung benötigt werden, bearbeitet. Unter Beachtung der Corona-Regelungen und der Kapazitäten der Fahrerlaubnisbehörde werden zusätzlich Termine zur Bearbeitung von anderen Vorgängen, z. B. der Ausstellung von Ersatzdokumenten oder der Erteilung einer Fahrerlaubnis, vergeben. Der Zutritt erfolgt ausschließlich nach telefonischer Terminabsprache/Terminbestätigung. Besucher müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und den Erfassungsbogen zur ggf. Infektionskettenverfolgung ausfüllen. Die Fahrerlaubnisbehörde ist Montag bis Freitag von 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 13:00 bis 17:30 Uhr zu erreichen.  Servicehotline und Terminvergabe: 03731 799-1454 - E-Mail: service-fahrerlaubnisbehoerde@landkreis-mittelsachsen.de

Arbeitslosigkeit gestiegen

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Mittelsachsen stieg im Vergleich zum Vormonat März um 628 Personen. Damit liegt die Arbeitslosenquote im April bei 5,2 Prozent (Vormonat: 4,8 Prozent). Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,7 Prozent. Im April waren 8.365 Frauen und Männer arbeitslos (Vormonat: 7.737). Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit um 9,2 Prozent bzw. 708 Personen höher. Insgesamt hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der Corona Krise eingetrübt. Ein signifikanter Anstieg der Arbeitslosigkeit infolge der Corona-Pandemie blieb aber aus, da viele Firmen Kurzarbeit beantragt haben“, erklärt Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiberg. Bis zum 26. April 2020 wurde von 3.425 mittelsächsischen Unternehmen für 36.685 Personen Kurzarbeit angezeigt. Das ist der Höchststand an abgegebenen Anzeigen seit Januar 2009. Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt deutlich die Auswirkungen der Corona Krise auf den Arbeitsmarkt erkennen. Die Zahl der geprüften Anzeigen und der darin genannten Personen ist vom März auf April nochmals gestiegen. Susan Heine verweist nochmals auf das Verfahren zum Kurzarbeitergeld: „Spätestens im Beginn-Monat der Kurzarbeit muss eine Anzeige bei der zuständigen Arbeitsagentur über die Höhe des Arbeitsausfalls und die Anzahl der Mitarbeiter erfolgen.“ Erst wenn die Anzeige auf Kurzarbeitergeld bewilligt wurde, können die Unternehmer den Antrag zur Auszahlung einreichen. Dazu müsse der Arbeitgeber einen Nachweis zu den Ausfallzeiten führen und diesen innerhalb von drei Monate bei der Arbeitsagentur einreichen. „Erst nach Vorlage dieser vollständigen Unterlagen ist eine Bearbeitung und damit Auszahlung des Kurzarbeitergeldes möglich“, erklärt die Geschäftsführerin. Die gesamte Pressemitteilung gibt es hier: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/freiberg/presse

Trotz Betretungsverbots von Tagespflegeeinrichtungen: Notbetreuung ausnahmsweise möglich

Trotz eines in der Corona-Pandemie aus Infektionsschutzgründen generellen Verbots, Tagespflegeeinrichtungen zu betreten, kann eine Notbetreuung ermöglicht werden. Diese Regelung gilt für Tagespflegeeinrichtungen, die nicht in einem Verbund mit einer stationären Einrichtung stehen. Darauf weist das Sozialministerium hin. In Fällen wie diesen kann das Sozialministerium im Ausnahmefall eine Notbetreuung genehmigen. Das gilt zum Beispiel auch, wenn die pflegenden Angehörigen ihre Tätigkeit in einem Beruf wiederaufnehmen, der für die Erhaltung der Infrastruktur notwendig ist und es keine alternative Möglichkeit der Betreuung der pflegebedürftigen Menschen gibt. Die Notwendigkeit muss für jeden einzelnen Gast dargelegt sein. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) hatte per Allgemeinverfügung vom 21. April 2020 ein grundsätzliches Betretungsverbot für Tagespflegeeinrichtungen für pflegebedürftige Menschen erlassen. Hier gibt es die gesamte Mitteilung: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/236440

Fonds für Studenten wurde gebildet

Studierende finanzieren ihr Studium neben staatlichen Leistungen, elterlicher Unterstützung und Stipendien auch durch Nebenjobs. Diese Tätigkeiten fallen derzeit weg.Mit einem Corona-Sonderfonds gibt es jetzt konkrete Hilfe. Dieser hat ein Volumen von zurzeit 40.000 Euro, das der Verein „Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg e. V.“ (VFF), die Sparkasse Mittelsachsen, Dr. Erika Krüger und Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht zu gleichen Teilen für Studierende der TU Bergakademie Freiberg bereitstellen.

„Wir stellen damit für rund 50 bis 60 Studierende sicher, dass sie die finanziellen Herausforderungen der nächsten Monate meistern und ihr Studium an unserer Universität auch in Zukunft gut und erfolgreich weiterführen können“, so Barbknecht.

Aber nicht nur die Studierenden, auch die regionale Wirtschaft profitiert. „Einen Teil der Mittel aus diesem Fonds werden wir in Form von Gutscheinen regionaler Geschäfte ausreichen. Das stärkt den Einzelhandel in der Stadt Freiberg“, so Prof. Hans-Ferdinand Schramm, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelsachsen. Studierende können ab der nächsten Woche Unterstützung aus diesem Fonds beantragen. Ansprechpartner ist das Studentenwerk Freiberg. Antragsformulare werden ab Dienstag, 5. Mai 2020, online abrufbar sein. Die Zuschüsse dienen als Unterstützung zur Selbsthilfe bei der Absicherung von Grundbedürfnissen wie Miet- und Versicherungszahlungen sowie Ausgaben für Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs. Das Studentenwerk wird die Antragsteller dazu ausführlich beraten.

Corona-Lage am 29. April

Im Landkreis ist die Zahl der erkrankten Personen mit 247 stabil geblieben. Für 851 Personen erlies das Gesundheitsamt einen Quarantänebescheid, 726 haben die Quarantäne wieder verlassen.

Schulsozialarbeiter weiterhin für Kinder, Jugendliche und Eltern da

Auch wenn die Schulen derzeit ausschließlich von den Abschlussklassen besucht werden, arbeiten die Schulsozialarbeiter weiter. „Es ist den Fachkräften gelungen, binnen kürzester Zeit entsprechend umzustellen und digital zu agieren“, erklärt Annett Voigtländer von der Abteilung Jugend und Familie im Landratsamt. Neben Beratungen am Telefon, per Mail gibt es nun auch vermehrt Videokonferenzen mit Kindern und Jugendlichen – manchmal auch in der Gruppe. „Man ist den ganzen Tag zu Hause isoliert und muss lernen, hat dabei vielleicht Schwierigkeiten und einen gewissen Leistungsdruck. Für viele sind diese Wochen sehr anstrengend und belastend“, erklärt Annett Voigtländer. Ihnen fehlen die Freunde und der Freizeitausgleich. Hinzukomme, dass es durch Corona eine veränderte Familiensituation gibt, weil teilweise auch die Eltern und die kleinen Geschwister zu Hause sind. Sie betont, dass sich auch Eltern direkt an die Schulsozialarbeiter wenden können – dies wird teilweise schon in Anspruch genommen. Parallel arbeiten die Fachkräfte an konzeptionellen Überlegungen und Vorbereitungen u. a. auch für die bevorstehenden Sommerferien, weil voraussichtlich keine Urlaubsreisen, Ferienfreizeiten, Veranstaltungen wie Konzerte, Festivals usw. möglich sein werden. Schulsozialarbeiter gibt es unter anderem an allen Oberschulen in öffentlicher Trägerschaft in Mittelsachsen.

Lokaler Zusammenhalt, der über den Tellerrand schaut

Die Welt von Bianka Behrami ist die der Illustrationen, Gestaltung und Bilder. Bei Stefanie Modes dreht es sich um Genuss und Eiskreationen. Beide haben ihr Unternehmen in der Stadt Penig. Beide engagieren sich für ihren Heimatort. Beide sind in einer Peniger Social-Media-Gruppe und tauschen sich aus. Bianka Behrami entwirft Broschüren und illustriert Plakate für namhafte Firmen und Freizeiteinrichtungen. Sie hat ihr Atelier „FOTO.GRAFIK.ART“ in Tauscha. Mit der Ausbreitung des Coronavirus wurden Aufträge, Coachings und Shootings gecancelt. Stefanie Modes ist die Betreiberin des Cafés EISMAIK. Sie kreiert gern neue Sorten und ihr Café ist kommunikativer Treffpunkt in der Stadt. Als Gastronomen zählen sie und ihr Vater, Seniorchef Maik Baumgartner, zu den am längsten von der Schließung betroffenen Unternehmen. Was bleibt ist der Straßeneisverkauf. Bereits zu Beginn der Corona-Krise diskutierten die Geschäftsleute in den sozialen Medien und suchten nach Lösungsmöglichkeiten. Gemeinsam mit anderen wurde der Peniger Lokalheld geboren. „Die Idee dahinter ist, den Menschen durch diese Symbolfigur zu zeigen, dass es in der Krise besonders wichtig ist, sich gegenseitig zu unterstützen“, sagt die Mediengestalterin. „Ich habe den kleinen Helden entworfen und zum Beispiel Aufkleber anfertigen lassen, die ich zum Selbstkostenpreis abgebe“, erklärt sie weiter. Doch wie kommen die Sticker an den Mann oder die Frau in Penig. Viele Geschäfte hatten geschlossen. „Wenn meine Familie und ich mit den Fahrrädern oder mit den Hunden unterwegs sind, halten wir oft am Eisfenster an. So hatte ich dann schnell einen Ort gefunden, von dem aus der kleine Held Penig erobern kann“, erinnert sich die dreifache Mutter. Da auch die schulpflichtigen Söhne zu Hause sind, wurden sie kurzerhand mit eingespannt. Anstecker und Magneten wurden gepresst und über die sozialen Medien verschenkt. Im weiteren Austausch stellten Seniorchef Maik Baumgartner und Bianka Behrami fest, was es darüber hinaus für Möglichkeiten gibt. „Unser Eisgeschäft liegt mitten in der Stadt unweit vom Markt. Überregionale Ausflüge sollen unterbleiben, aber aus den Nachbarorten kann man zum Beispiel eine Fahrradtour unternehmen und uns einen Besuch abstatten. Deshalb hat uns Bianka Behrami geholfen, das Eiscafé zum Beispiel in der ‚Kauf-regional‘-Karte des Landkreises anzumelden. So bringen wir uns auch bei den Leuten in Erinnerung, die nicht in Penig wohnen, aber Lust auf einen Ausflug haben“, freut sich Maik Baumgartner. „Ich mag die Sorten von EISMAIK, besonders die Kreationen, die man andernorts nicht findet. Das Brause-Eis zum Beispiel, dass an den berühmten Sohn der Stadt Friedrich Eduard Bilz erinnert. Wenn gute Laune gegen Corona hilft, dann ist das Eis von Stefanie und Maik das beste Rezept", lächelt die Grafikerin, deren Motto es ist, nie den Humor zu verlieren. Unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/kaufregional.html gibt es etwa 170 Angebote regionaler Unternehmen.

Hinweis des Referates Wirtschaftsförderung: vollständige Unterlagen und Nachweise verkürzen die Bearbeitungszeit

Das Bundessoforthilfeprogramm für kleine Unternehmen und Soloselbstständige erfasst keine Lohnersatzleistungen. Dazu stehen den Unternehmen das Kurzarbeitergeld für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder die Entschädigungsleistungen für Kinderbetreuung für Angestellte und Selbstständige zur Verfügung. Für den Unternehmerlohn hat der Bund im Rahmen des  Sozialpaketes eine vorübergehende Neuausrichtung der Grundsicherung nach dem zweiten Sozialgesetzbuch zur Verfügung gestellt. Laut Agentur für Arbeit gibt es dazu  in Mittelsachsen über 170 Anträge von Soloselbstständigen. Bei jedem Antrag gilt, dass er erst abschließend bearbeitet werden kann, wenn die Unterlagen vollständig sind. Bei der Grundsicherung sind die Anlagen zum Nachweis über das Familieneinkommen wichtig. Weiterhin wichtig ist, dass hier der Notfall-Kinderzuschlag vorrangig zu beantragen ist. Bei Einkommensverlusten von selbstständigen Eltern entsteht hier schneller ein Anspruch, da der Nachweis nur für den letzten Monat geführt werden muss. Der Notfall-KiZ greift, wenn das Einkommen für zum Beispiel Soloselbstständige reicht, aber nicht für die Familie.  Weitere Informationen und die Links zu den verantwortlichen Stellen gibt es unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/informationen-fuer-unternehmen-zum-coronavirus.html

Kontaktstelle Lieferketten

Im Zuge der derzeitigen, nahezu weltweit geltenden Einschränkungen im Reiseverkehr sowie Störungen in den globalen Logistik-Abläufen ist es insbesondere in der Industrie und im Handwerk zu Schwierigkeiten und Unterbrechungen der grenzüberschreitenden und internationalen Lieferketten gekommen. Wenn wesentliche Komponenten fehlen oder nicht mehr aus dem Ausland oder ins Ausland geliefert werden können, drohen Produktionsprobleme bis hin zum Produktionsstillstand. Mit dem Wiederanlauf der Fertigung, wie derzeit z. B. in der Automobilindustrie, ist damit zu rechnen, dass die Auswirkungen dieser Störungen in den Lieferketten zunehmen.

Bund und Länder wollen Unternehmen unterstützen, deren internationale Lieferketten krisenbedingt beeinträchtigt oder unterbrochen wurden. In Sachsen übernimmt die landeseigene Wirtschaftsfördergesellschaft (WFS) diese Aufgabe. Die WFS hat ein spezielles Postfach unter kontaktstelle-lieferketten@wfs.saxony.de eingerichtet. Telefonische Anfragen sind unter 0351 – 2138 123 möglich.

Corona-Lage am 28. April

In Mittelsachsen gibt es seit gestern zwei neue Erkrankungsfälle sowie einen Todesfall.  Bei dem Todesfall handelt es sich um einen 85-jährigen Mann mit Vorerkrankungen. Somit gibt es in Mittelsachsen bisher 247 bestätigte Erkrankte und fünf Todesfälle.

Ticketkauf beim Fahrpersonal ab 1. Mai teilweise wieder möglich

Die vordere Türe öffnet sich ab Freitag bei vielen Bussen in Mittelsachsen. Die notwendige Allgemeinverfügung des Kreises wird dazu geändert. Denn zahlreiche Fahrzeuge sind mit Schutzeinrichtungen in Form eines Folienvorhanges im Fahrer- bzw. Einstiegsbereich ausgerüstet worden. „Alle weiteren Fahrzeuge erhalten nun nach und nach die entsprechenden Einrichtungen zum Schutz der Fahrgäste und unserer Beschäftigten “, erklärt der Geschäftsführer von REGIOBUS Michael Tanne. In Verbindung mit der Einführung eines Mund-Nasen-Schutzes bei der Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs sei damit der vordere Einstieg sowie die Wiederaufnahme des Ticketverkaufs durch Fahrpersonal im Barverkauf bzw. teilweise bargeldlosen Verkauf möglich. Tanne: „Für im Vorverkauf erworbene Fahrausweise erfolgt wieder eine direkte Sichtkontrolle der Fahrausweise durch das Fahrpersonal“. Da die Umrüstung nicht sofort vollumfänglich erfolgen kann, werden bereits ausgerüstete Busse mit einem Schild markiert, welches auf den Ticketverkauf im Fahrzeug hinweist. In den so gekennzeichneten Fahrzeugen ist die Vordertür zum Einstieg wieder freigegeben. „Wir bedanken uns bei allen Fahrgästen für die bisherige Mitwirkung zur Einhaltung der Schutzmaßmahnen“, betont Tanne abschließend.

Schulen sollen für alle Vorabschlussklassen sowie für die 4. Klassen öffnen

Schüler aller Vorabschlussklassen der Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen sollen ab dem 6. Mai wieder ihre Schulen besuchen. Ebenfalls geöffnet werden sollen zu diesem Termin die 4. Klassen an Grund- und Förderschulen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung wird das Kabinett voraussichtlich am kommenden Donnerstag (30. April) beschließen. Die Wiederaufnahme des Unterrichts in der Primarstufe zunächst in der 4. Klassenstufe ist damit begründet, dass die ältesten Schüler im Grundschulalter am ehesten Abstands- und Hygieneregel einhalten können. Die schrittweise Öffnung der Schulen betrifft neben der 4. Klassenstufe an Grund- und Förderschulen auch die Schüler der 8. Klassenstufe im Hauptschulbildungsgang und der 9. Klassenstufe im Realschulbildungsgang der Oberschulen. Sie betrifft ferner an den Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen die Klassenstufen 8 und H 9 und an den Gymnasien die Schüler der Jahrgangsstufe 11. An Beruflichen Gymnasien gilt dieses für die Jahrgangsstufe 12. Hinzukommen Schüler in beruflichen Bildungsgängen, die im nächsten Jahr ihre Prüfungen ablegen. Mit der Aufnahme des Unterrichts in den vierten Klassen und den Abschluss- und Vorabschlussklassen ist es für den Kultusminister nicht getan. „Ich schätze zwar ein, dass mit einem Normalbetrieb bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr zu rechnen ist, aber wir denken dennoch über eine weitere Öffnung der Schulen nach. In einer dritten Stufe wollen wir für die übrigen Schüler den Unterricht an den Schulen eröffnen. Dabei denken wir an einen Wechsel aus Präsenzzeiten an der Schule und häuslichen Lernzeiten. Wir streben an, dass alle Schüler, wenn die Lage es zulässt, möglichst mindestens einmal in der Woche im Unterricht an der Schule sein können. Um die Gesundheit aller zu schützen, müssen dabei zwingend die Maßgaben des Infektionsschutzes bedacht werden, um eine Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Infos auch unter: www.bildung.sachsen.de/blog

Miskus-Programm wird auf das nächste Jahr verschoben

Die Corona-Krise und ihre Folgen zwingt nun auch den Mittelsächsischen Kultursommer (Miskus) dazu, das seit Monaten geplante Veranstaltungsprogramm für die 27. Saison abzusagen. Am Montagabend traf sich der neunköpfige Miskus-Vorstand zu einer außerplanmäßigen Sitzung und fasste einstimmig diesen Beschluss. Miskus-Vorstandsvorsitzender Heribert Kosfeld sagte: „Es ist nicht möglich, unsere Veranstaltungen unter Berücksichtigung aller erforderlichen Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen und unter Einhaltung der aktuellen Gesetze stattfinden zu lassen.“ Außerdem wolle man mit diesem Schritt für die Künstler, die Besucher und das Team die Ungewissheit beenden und Planungssicherheit schaffen. Zahlreiche Veranstaltungen in der Region, an denen sich traditionell auch der Miskus beteiligt, wurden daher ebenfalls bereits abgesagt, beziehungsweise auf das nächste Jahr verschoben. Das betrifft beispielsweise den Historischen Besiedelungszug, den KlangLichtZauber in Mittweida oder das Talsperrenfest in Kriebstein. „Sollten die Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens zwischenzeitlich weiter gelockert oder gar aufgehoben werden, können wir gemeinsam mit unseren Veranstaltungspartnern über das eine oder andere kleinere Veranstaltungsformat im Sommer dieses Jahres nachdenken“, erklärt Miskus Geschäftsführer Jörn Hänsel. Auch im Oktober und November seien Veranstaltungen denkbar, vorausgesetzt die dann geltenden Regeln machen es möglich. Die bereits für diese Saison im Vorverkauf gekauften Eintrittskarten können bei den jeweiligen Ticketanbietern/Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. Für einige verschobene Veranstaltungen (z. Bsp. Sounds of Hollywood) behalten die Tickets ihre Gültigkeit für die nächste Saison. An den Vorbereitungen für das Festival im nächsten Jahr wird bereits gearbeitet. Alle für 2020 geplanten Veranstaltungen konnten in das nächste Jahr übernommen werden. „Jeder Künstler, jeder Verein und jede Band, auf die sich die Miskus-Fans in diesem Sommer hätten freuen können, haben auch für 2021 zugesagt“, heißt es in der Pressemitteilung des Miskus. Deshalb stehen viele Termine im Veranstaltungsplan für das nächste Jahr bereits fest. So wird Gerhard Schöne in der Grünlichtenberger Kirche am 12. Juni 2021 zu erleben sein. Die Pink Floyd Night mit der Performance zum Stein im Rochlitzer Seidelbruch wird es am 25. Juni 2021 geben. Die Simon & Garfunkel Revival Band (Akustik & Rock) sowie die unverwechselbare Musik der Rocklegenden Tina Turner und Joe Cocker (Turner meets Cocker) werden Mitte August (13. und 14. August 2021) die Seebühne Kriebstein zum Beben bringen. Weitere aktuelle Infos gibt es unter www.miskus.de.

Corona-Lage am 27. April

In Mittelsachsen sind über das Wochenende vier weitere bestätigte Corona-Fälle hinzugekommen. Somit wurden bisher 245 Personen infiziert, davon stammen 78 aus dem Altkreis Döbeln, 97 aus dem Altkreis Freiberg und 70 aus dem Altkreis Mittweida. Außerdem wurden am Wochenende zwei Todesfälle gemeldet. Dabei handelt es sich um eine 92-jährige Frau und einem 64-jährigen Mann - beide mit Vorerkrankungen. Das Gesundheitsamt hat für 835 Personen einen Quarantänebescheid erlassen, 646 Personen haben die Quarantäne wieder verlassen. Etwa 220 Personen sind rechnerisch wieder gesund.

Informationen der Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie musste der große Tag der offenen Tür der Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH (EKM)am 16. Mai abgesagt werden. Ein Ersatztermin wird beispielsweise über www.ekm-mittelsachsen.de im Bereich „Aktuelles“ bekanntgegeben. Verschoben wird auch die Komposteraktionen der EKM - vorerst auf das Frühjahr 2021. Aufgrund der Corona-Situation sind viele Termine der Frühjahrstour des Problemstoffmobils entfallen. Diese können nicht nachgeholt werden. „Wir bitten alle Bürger zwischengelagerte Problemstoffe in den Sommer- und Herbstterminen oder im Zwischenlager für Sonderabfall im Schachtweg 6 in Freiberg abzugeben“, heißt es in einer Pressemitteilung der EKM. Die Termine des Problemstoff- bzw. Schadstoffmobils finden Interessierte im Abfallkalender 2020 ab Seite 22 und online unter www.ekm-mittelsachsen.de. Außerdem informiert die EKM, dass seit einer Woche die Wertstoffhöfe im Landkreis wieder geöffnet sind. Die Mittelsachsen können, unter Vorbehalt der geltenden Bestimmungen des Freistaates Sachsens, die Wertstoffhöfe wieder besuchen. Die EKM bittet den Anweisungen des Fachpersonals vor Ort zu folgen und die Hygienehinweise bzw. Mindestabstände einzuhalten. Die Gesellschaft weist abschließend darauf hin, dass aufgrund der aktuellen Situation stets Änderungen eintreten können und man sich vorab unter www.ekm-mittelsachsen.de im Bereich „Aktuelles“ informieren solle. Bei Fragen erreichen Interessierte die Abfallberatung der EKM unter 03731-2625-41/-42/-44 oder per E-Mail an abfallberatung@ekm-mittelsachsen.de.

Beantragung von Azubi-Coronahilfe ab sofort möglich

Seit heute können von der Corona-Krise betroffene Ausbildungsbetriebe in Sachsen einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung beantragen. Die entsprechenden Unterlagen stehen auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen (LDS) zur Verfügung. Die Betriebe erhalten einen einmaligen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in Höhe des individuellen Ausbildungsentgeltes für 6 Wochen (1,5 Monate). Eine entsprechende Förderrichtlinie des Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat das sächsische Kabinett am 21. April 2020 verabschiedet. Es werden Ausbildungsbetriebe unterstützt, die von Kurzarbeit während der Corona-Krise betroffen sind und nicht mehr als 250 Mitarbeiter haben. Den Antrag auf den Ausbildungszuschuss gibt es hier: https://www.lds.sachsen.de/foerderung/?ID=16396&art_param=335

Zusätzlich zum ausgefüllten Antragsformular hat die für die Ausbildung zuständige Stelle wie beispielsweise Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Ärztekammer oder Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie) das jeweilige Ausbildungsverhältnis, für das die Förderung beantragt wird, zu bestätigen. Fragen zum Programm können an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LDS unter dem Postfach ausbildungszuschuss@lds.sachsen.de gestellt werden.

Webinar am 29. April zum erweiterten Kurzarbeitergeld

Die Neuerungen zum Kurzarbeitergeld werden von einem Experten der Bundesagentur für Arbeit bei einem kostenfreien Webinar vorgestellt. Sascha Glöckner geht dabei nicht nur auf die Änderungen der letzten vier Wochen, sondern auch auf die Berechnungsgrundlage zum Kurzarbeitergeld ein. Themenschwerpunkte sind im Einzelnen die Hinweise zur Abrechnung des Kurzarbeitergeldes, die Neue Verordnung zur Bezugsfrist, aktuelle Informationen zur geplanten Erhöhung des Kurzarbeitergeldes sowie die Richtlinie des Freistaates Sachsen zur Förderung von Ausbildungsverhältnissen während Corona. Zur Anmeldung zum kostenfreien Webinar von IHK, CWE, HWK; DGB und Bundesagentur für Arbeit geht hier.

Neue Regeln für Pendler

Seit heute gelten neue Regeln für den Grenzverkehr von und nach Tschechien. Konkret gibt es Änderungen für Berufspendler. Keine Änderungen ergeben sich beispielsweise für Beschäftige im internationalen Verkehr, Personen, die weniger als 24 Stunden nach Tschechien einreisen oder aus Tschechien ausreisen, sowie für Landwirte im grenznahen Bereich. Die Botschaft der Bundesrepublik in Prag hat eine Übersicht erstellt: https://prag.diplo.de/cz-de/aktuelles/-/2331726#content_2

Viel Schaum hilft: Soziale Medien als Chance begreifen

In Marbach im Striegistal haben Kerstin Schmiedel-Zimmermann und Daniel Zimmermann ihre Seifenmanufaktur aufgebaut. Mit dem Aufkommen von Corona fielen die Seifenkurse und viele Messen und Märkte aus, aber besonders schmerzhaft war, das die meisten ihrer Großhandelskunden ihre Läden schließen mussten und damit keine Ware mehr bestellten. Ihr weiteres Standbein, der Onlineshop rückte mehr in den Mittelpunkt des Geschäftes. „Wir sind froh, auf mehreren Standbeinen zu stehen. So konnten wir flexibel auf die Krise reagieren, trotz geschlossener Partnerläden und ausgefallener Verkaufsveranstaltungen“, sagt Daniel Zimmermann. Als Glück im Unglück kam den Produkten der Zimmermanns bei der Bekämpfung der Ausbreitung des Coroanavirus ein großer Stellenwert zu. „Und warum soll Händewaschen mit unseren farbenfrohen Seifen nicht auch noch gute Laune machen?“, ergänzt Kerstin Schmiedel-Zimmermann. Das Ehepaar vernetzt sich online in verschiedenen Gruppen und sucht ständig neue Geschäftspartner und Absatzmärkte. In den Händlerinitiativen Striegistal.jetzt, Döbeln.jetzt und Mittelsachsen.jetzt sind sie aktiv. Auch im Mittelsachsen.shop, bei den Freiberger Marktschwärmern und bei einigen anderen Händlern werden die Seifen verkauft. „Aber das läuft natürlich alles nicht von allein. Wir müssen stetig sehen, dass unsere Produkte gut und vor allem aktuell präsentiert werden und wir ‚erfinden‘ neue Waren“, erläutert die Geschäftsfrau. Herzfamilie heißt zum Beispiel die neueste Seifenkreation. Der Name entstand in einer Umfrage in den sozialen Medien. Wer Kerstin Schmiedel-Zimmermann auf Facebook folgt, erkennt seit kurzen die Verbundenheit zur Region. „Unser Onlineshop ist in der ‚Kauf-regional`-Karte des Landkreises verzeichnet. Das Maskottchen gibt es als Profilbild-Design. Ich möchte als Mittelsächsin und als Unternehmerin auch auf andere Händler in der Region hinweisen. In den sozialen Medien habe ich die Chance dazu meine Solidarität zu zeigen“, ergänzt die Fachfrau für bunte und duftende Seifen. Unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/kaufregional.html sind etwa 170 Angebote regionaler Unternehmen verzeichnet.

Corona-Lage vom 24. April

In Mittelsachsen gab es seit Sonntag keine Neuerkrankungen mehr. Die Zahl ist weiterhin stabil mit 241 positiv getesteten Personen. Rund 200 Personen sind rechnerisch wieder genesen. Es besteht keine Meldepflicht für die Gesundschreibung.

Maskenpflicht im Landratsamt
Das Landratsamt hat weiterhin geschlossen. Dennoch sind in dringenden Fällen über eine Terminvergabe weiterhin einzelne Besuche möglich. Wie schon im Handel und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt auch im Landratsamt Mittelsachsen ab Montag für die Bürgerinnen und Bürger eine sogenannte Maskenpflicht. Generell sind die Beschäftigten per Telefon oder per E-Mail für Fragen oder Beratungen erreichbar. Die allgemeine Telefonnummer des Landratsamtes ist die 03731 799-0. Im Mittelsachsenkurier, der morgen erscheint, ist ein Behördenführer mit konkreten Durchwahlnummern abgedruckt. Außerdem sind die Ansprechpartner und Hinweise zu einzelnen Verwaltungsverfahren im Internet unter www.landkreis-mittelsachsen.de hinterlegt.

Startschuss für den Landkreislauf
Am Samstag gab Landrat Matthias Damm den Startschuss für den digitalen Landkreislauf in Mittweida. Bis zum 10. Mai können sich bis drei Personen zu einer Staffel finden und einzeln 1,5, drei und fünf Kilometer laufen. Ihre Zeiten übermitteln sie dann in eine Datenbank. „Unter diesen Rahmenbedingungen ist die virtuelle Version die bestmögliche, um dennoch den Lauf stattfinden zu lassen, und das mit dem Startschuss traditionell am letzten Samstag im April“, erklärt Landrat Matthias Damm, der hier erneut Schirmherr ist. Es ist die 28. Auflage der größten Breitensportveranstaltung im Kreis.

Mehr Kinder in der Notbetreuung
In Mittelsachsen hat sich die Quote der Kinder in der Notbetreuung verdoppelt. Lag die Zahl in der vergangenen Woche bei rund sieben Prozent, werden nun rund 14 Prozent der Kinder betreut, die eigentlich in die Kitas gehen. Grund für die Erhöhung sind die neuen Regelungen, die seit Samstag gelten. Für Kinder und Grundschüler, deren Eltern in systemrelevanten Sektoren beschäftigt sind, wird eine Notbetreuung angeboten. Die Liste der Sektoren bzw. relevanten Berufe wurde erweitert. Zu den systemrelevanten Berufen gehören nun beispielsweise Notare, Verkaufspersonal im Einzelhandel oder Tierpfleger. Voraussetzung für den Anspruch ist allerdings, dass eine Betreuung durch den anderen Personensorgeberechtigten nicht abgesichert werden kann.

Ausnahmsweise besteht auch ein Anspruch, wenn nur einer der Personensorgeberechtigten zum Beispiel in der Gesundheitsvorsorge und Pflege tätig ist. Durch die enge Begrenzung der Personengruppen, die einen Anspruch auf Notbetreuung ihrer Kinder haben, soll gewährleistet werden, dass nur ein kleiner Teil von Kindern und Schülerinnen und Schüler in den Betreuungseinrichtungen und Schulen verbleibt. So soll eine weitreichende Unterbrechung von Infektionsketten sichergestellt werden.

Corona und Tiere
Nach den neusten Risikoeinschätzungen des Friedrich-Löffler-Institutes zählen Katzen und Frettchen zu den vom sogenannten Coronavirus (SARS-CoV-2) empfänglichen Tieren. Darauf weist das mittelsächsische Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) hin. Diese Erkenntnisse ergaben sich aus vereinzelten Virus- bzw. Antikörpernachweisen bei Katzen bzw. Tigern in China, Belgien und den USA. Bei einer eigenen Laborstudie des Instituts konnte die Übertragungsmöglichkeit des Virus auf Frettchen nachgewiesen werden. „Bisherige Erfahrungen aus Deutschland und anderen Ländern zeigen aber, dass bisher unsere Haustiere bei der Infektion des Menschen keine Rolle gespielt haben“, heißt es aus dem Veterinäramt. Durch diese neuen Erkenntnisse sind die Hinweise des Instituts zum Umgang mit empfänglichen Haustieren, also Katzen und Frettchen angepasst worden. Es sollte ein enger Kontakt zwischen der positiv auf Corona (SARS-CoV-2) getesteten Person und dem Haustier vermieden werden. Eine Testung von Haustieren auf das Virus ist möglich. „Es sollte aber immer mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden, ob dies sinnvoll ist“, empfehlen die Tierärzte aus der Behörde.

Zulassung: Änderungsfrist verlängert
Die Kfz-Zulassungsstelle informiert, dass die laufende Änderungsfrist bis 3. Mai in drei Fällen nochmals ausgesetzt wird: Dies betrifft die Änderung der Halterdaten, die Änderung technischer Daten und die Erteilung 06er Händlerkennzeichen sowie Verlängerung Fahrzeugscheinhefte. Generell ist der Zutritt zur Kfz-Zulassungsbehörde Mittelsachsen an den drei Standorten vorerst nur noch nach telefonischer Terminvereinbarung für Autohändler und Zulassungsdienste gestattet. Ohne Termin erfolgt kein Einlass. Die genauen Regelungen sind auf der Internetseite unter www.landkreis-mittelsachsen.de/corona hinterlegt.

Sächsische Aufbaubank nimmt Anträge entgegen
Sachsens Liquiditätsprogramm für Betriebe der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft sowie der Fischerei und Aquakultur steht ab sofort zur Verfügung. Einzelunternehmer, kleinste, kleine und mittlere Betriebe dieser Branchen können nun die Liquiditätshilfen bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) beantragen. Die Hilfe besteht aus zinsgünstigen Darlehen und dient der Liquiditätssicherung bei unverschuldeten wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie. Mögliche Zuwendungsempfänger sind Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitenden und einer Betriebsstätte in Sachsen. Die Unternehmen müssen in den Branchen Landwirtschaft einschließlich der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Forstwirtschaft oder Fischerei und Aquakultur tätig sein. Die Darlehenshöhe beträgt mindestens 5.000 Euro und maximal 100.000 Euro. Sie soll dringend notwendige Liquidität über einen Zeitraum von vier Monaten sicherstellen. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre, wobei die ersten zwei Jahre tilgungsfrei sind. Gleichzeitig sind Sondertilgungen möglich und keine Sicherheiten gefordert. Der Zinssatz ist gestaffelt und wird im Durchschnitt circa ein halbes Prozent betragen. Beantragt werden können die Darlehen bis zum 31. August 2020 bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB). Damit die Anträge kurzfristig bearbeitet und die Hilfen schnell ausgezahlt werden können, werden die Voraussetzungen anhand von Eigenerklärungen der Antragsteller geprüft. Dieses Hilfsprogramm und die Richtlinie zu den Soforthilfedarlehen des Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) ergänzen sich gegenseitig.

Verbindliche Schutzmaßnahmen für Friseurhandwerk
Ab dem 4. Mai dürfen Friseure ihre Salons wieder öffnen und die meisten ihrer Dienstleistungen wieder anbieten. Voraussetzung für die Lockerung dieser Corona-Schutzmaßnahme ist die Einhaltung von verbindlichen Schutzmaßnahmen. Dazu zählt unter anderem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowohl auf Seiten der Friseurinnen und Friseure als auch auf Seiten der Kundschaft. Außerdem soll in den Betrieben ein ausreichender Abstand zwischen den Menschen sichergestellt werden - etwa indem die Anzahl der Arbeitsplätze begrenzt wird. Beim Betreten des Salons müssen sich Kundinnen und Kunden die Hände waschen oder desinfizieren und bei jedem Kunden und jeder Kundin sind die Haare zu waschen. Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege sind vorerst nicht gestattet. Beschäftigte und Kundschaft mit Symptomen einer Infektion der Atemwege oder Fieber sollen sich generell nicht im Friseursalon aufhalten. Zudem sollen Kunden ihre Kontaktdaten bei den Friseursalons hinterlassen. So könnten Infektionsketten nachvollzogen werden.

Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk:  https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Branchenartikel/SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard-Friseurhandwerk_Download.pdf?__blob=publicationFile

Landesausstellung: Alle Standorte sollen im Juli vor den Sommerferien starten
Sofern die epidemiologische Lage es zulässt, soll die Landesausstellung noch im Juli dieses Jahres und damit vor Beginn der sächsischen Sommerferien starten. Gemeinsam mit Prof. Klaus Vogel, Direktor des Deutschen Hygiene-Museums, und dem Kurator der Zentralausstellung Thomas Spring, erläuterte die Ministerin, welche Schritte bis dahin noch erforderlich seien.Ursprünglich sollte die Landesausstellung Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen mit der großen Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau und an sechs weiteren Schauplätzen am 25. April 2020 eröffnet werden. Ein Schauplatz ist dabei das Lehrbergwerk in Freiberg. An allen Standorten liefen die Vorbereitungsarbeiten weiter, um für den neuen Eröffnungstermin vorbereitet zu sein. Über das exakte Datum und die Laufzeit der Ausstellung wird in den nächsten Tagen in enger Abstimmung mit den Schauplätzen und den Verantwortlichen des Jahres der Industriekultur entschieden werden. Die aktuelle Corona-Problematik wird auch im Zentrum des Begleitprogramms zur Zentralausstellung stehen. Da es vorerst nicht mehr live stattfinden kann, werden Teile des Programms jetzt als Video- und Podcast-Reihe produziert. Weitere Informationen unter www.boom-sachsen.de und auf www.facebook.com/boom.sachsen

Corona-Lage am 23. April

In Mittelsachsen ist erneut kein weiterer Corona-Fall dazu gekommen. Die Zahl der positiv getesteten Personen liegt somit bei 241 Personen. Gestern gab es Irritationen, da bei der Statistik des Freistaates 242 Erkrankte in Mittelsachsen aufgezeigt worden sind. „Es gab einen technischen Fehler“, heißt es aus der statistikführenden Stelle im Landratsamt. Daraufhin wurden alle Daten intensiv nochmal abgeglichen mit dem Ergebnis, dass es 241 infizierte Personen sind. Mit dem Datenabgleich erfolgte auch die Abgleichung der Todesfälle, ein Todesfall wurde dabei doppelt veröffentlicht. Somit gibt es zwei Todesfälle im Zusammenhang mit Corona im Landkreis. Der 72-jährige Mann und die 52- jährige Frau hatten Vorerkrankungen. Das Landratsamt entschuldigt sich ausdrücklich für diesen Fehler.

Sitzung Ausschuss Umwelt und Technik

Heute wurden die Unterlagen für den Ausschuss für Umwelt und Technik versandt. Er findet am 6. Mai im Beruflichen Schulzentrum „Julius Weisbach“ statt. Diesmal aber im großen Saal, wo sonst der Kreistag zusammenkommt. Hintergrund ist die Einhaltung der Hygienestandards mit dem Mindestabstand zwischen den Personen von 1,5 Metern. Die Sitzung beginnt 17 Uhr. Die Mitglieder vergeben einen Auftrag zum Neubau des Lehrschwimm- und Therapiebeckens an der Schule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung in Flöha. Außerdem werden sie über eine Eilentscheidung des Landrates informiert. Da die Gremien nicht tagen konnten, vergab er den Auftrag für den Ausbau der Kreisstraße (K)8212. Mitte Mai geht es mit den Arbeiten in der Ortslage Höckendorf auf einer Länge von einem Kilometer bis zum Ortseingang Erlebach los. Die Kosten betragen rund 628.000 Euro. Die Sitzungen des Jugendhilfeausschusses und des Verwaltungs- und Finanzausschusses entfallen auf Grund der aktuellen Situation sowie mangels dringlich zu entscheidenden Themen. Der Kreistag soll am 27. Mai stattfinden. Hierzu wird der Ältestenrat in zwei Wochen beraten.

Landrat und Oberbürgermeister gedenken Opfern des Nationalsozialismus

Landrat Matthias Damm und Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger haben heute gemeinsam den Opfern des Außenlagers des Konzentrationslagers Flossenbürg gedacht. Anlass ist die Befreiung des Konzentrationslagers heute vor 75 Jahren. Sie legten dazu im Beruflichen Schulzentrum „Julius Weisbach“ einen Kranz nieder. Dort befanden sich die Baracken, in denen rund 1000 Frauen untergebracht waren, die am heutigen Landratsamt Zwangsarbeit verrichten mussten. „Es ist ein unsägliches Leid, was die Frauen hier erfahren mussten. Es ist unsere Aufgabe, generationsübergreifend immer daran zu erinnern“, so Damm. Ursprünglich war geplant, am Sonntag an der großen Gedenkfeier in Flossenbürg mit einer mittelsächsischen Delegation teilzunehmen. Diese Veranstaltung wurde auf Grund des Coronavirus abgesagt. Neben Freiberg gab es von diesem Konzentrationslager Außenstellen in Rochlitz, Mittweida, Hainichen, Oederan und Flöha. Häftlinge des Außenlagers in Nossen mussten zum Teil in Roßwein arbeiten. Es gab zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung in Flossenbürg bereits erste Gespräche mit den mittelsächsischen Städten, da Jugendliche aus den Kommunen Teil der Delegation werden sollten.

Das Außenlager Freiberg existierte vom 31. August 1944 bis 14. April 1945. In mehreren Transporten waren 1.000 jüdische Frauen aus dem KZ Auschwitz nach Freiberg verbracht worden. Hier wurden sie zu Metallarbeiten an Flugzeugteilen für die Flugzeugfirma Arado, Potsdam (Deckname in Freiberg: Freia GmbH); gezwungen, wie auch zum Bau von Zielvorrichtungen für V2 für die Optik-Firma Max Hildebrand sowie zu Außenarbeiten (z.B. Christbaumschlagen vor Weihnachten) für die Stadt Freiberg. Acht Todesfälle sind in den Nummernbüchern dokumentiert. Am 14. April 1945 war das Außenlager evakuiert worden. Die Frauen wurden nach Mauthausen gebracht, wo sie am 29. April ankamen und am 5. Mai 1945 von US-amerikanischen Truppen befreit wurden.
In Freiberg erinnert u.a. eine Gedenktafel am ehemaligen Verwaltungsgebäude der Fabrik an die Häftlinge dieses Außenlagers. Das Gebäude ist heute Sitz des Landratsamtes.

Ausländerbeauftragte wendet sich an Musliminnen und Muslime

Heute Abend beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan, der bis zum 24. Mai andauern wird. Der Ramadan ist für Muslime eine Zeit der Freude und Besinnung, eine Zeit der Einkehr und der Mildtätigkeit. Im Ramadan üben sich Muslime im Verzicht Ausländerbeauftragte Annett Schrenk erklärt, dass dieser Monat in dieser Religion eine sehr hohe Bedeutung habe und ist zugleich eine Zeit der Besinnung, der Einkehr, aber auch der Familie sei. Gerade zum täglichen Fastenbrechen treffe man sich im Familienverbund und lädt Freunde ein, um diese Stunden gemeinsam zu begehen. Schrenk wendet sich direkt an die Musliminnen und Muslime: „In diesem Jahr ist dies leider aufgrund der Ausnahmesituation nur in der Kernfamilie möglich. Wie die Christen zu Ostern erleben Sie auch einen religiösen Höhepunkt mit vielen Einschränkungen. Aber wir sind uns sicher, dass Sie diese Zeit sehr verantwortungsbewusst begehen und dazu beitragen werden, diese Pandemie zu überwinden.“ Sie wünscht eine friedvolle und gesegnete Zeit.

Ausbildungsmessen „Schule macht Betrieb“ im September – Organisationsteam bereitet sich auf alle Eventualitäten vor

Ob die drei regionalen Ausbildungsmessen „Schule macht Betrieb“ am 12. September in Mittweida, 19. September in Freiberg und 26. September in Döbeln stattfinden können, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden.

Grund dafür sind die, durch die Landesregierung eingeleiteten Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus, deren Ende gegenwärtig nicht absehbar sind. Aktuell plant das Organisationsteam die Durchführung der Messen zu den bekannten Terminen. „Zusätzliche Maßnahmen zur Lenkung der Besucherströme oder der Erhöhung des Hygienestandards werden in Absprache mit den jeweiligen Betreibern der Veranstaltungsorte vorbereitet. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass einzelne oder alle Termine abgesagt werden müssen“, heißt es in einer Mitteilung der Organisatoren. Sie haben mit einem Informationsbrief an die bereits zahlreich angemeldeten Aussteller gewandt. Gleichzeitig erhalten die angemeldeten Unternehmen die Möglichkeit, auf die neue Situation zu reagieren. Beispielsweise können sie zum 30. April  von den Veranstaltungen zurückzutreten.  „Schule macht Betrieb“ ist die regionale Ausbildungsmesse im Landkreis Mittelsachsen. Sie wird organisiert von den Arbeitskreisen Schule-Wirtschaft mit Unterstützung des Landkreises Mittelsachsen, der IHK Chemnitz – Regionalkammer Mittelsachsen, der Handwerkskammer Chemnitz, der Agentur für Arbeit Freiberg sowie der GIZEF GmbH Freiberg. Ansprechpartner: GIZEF GmbH, Projektassistenz Caroline Mitev, Telefon 03731 781 131, Mail: mitev@gizef.de

Maskenpflicht im Verbund der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH

Im Verbund der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH gilt neben dem Besuchsverbot ab sofort eine Maskenpflicht. Dies betrifft insbesondere das Klinikum Mittweida, in dem Patienten der Notfallambulanz, Funktionsabteilung und Physiotherapie - aber auch Lieferanten und Mitarbeiter von Firmen - aufgefordert werden, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu verwenden. Die Radiologische Gemeinschaftspraxis, die im Klinikum ansässig ist, ist davon nicht ausgenommen, da deren Patienten sich ebenfalls im Klinikum aufhalten. Die Regelung soll auch in den über 20 Praxen des Medizinischen Versorgungszentrums zum Tragen kommen. „Wir hoffen, dass es bereits in den nächsten Tagen für die Meisten von uns eine Selbstverständlichkeit sein wird, eine Maske zu tragen. Es genügt die eigene Mund-Nasen-Bedeckung, die auch beim Einkaufen verwendet wird. Wir möchten an die Menschen appellieren, dass es wichtig ist, sich selbst und andere zu schützen", so Geschäftsführer Florian Claus. Notfallpatienten erhalten direkt bei der Anmeldung eine Mund-Nasen-Bedeckung, die im Anschluss an die medizinische Versorgung wieder abgegeben wird.

Digitale Lehrformate bleiben im Semester an der TU Bergakademie die Regel

Die mehr als 500 Lehrveranstaltungen im digitalisierten Format werden bis zum Ende des Sommersemesters weiter online durchgeführt. Hinzu kommen ab Anfang Mai einzelne nicht durch kontaktlose Lehrformate ersetzbare Veranstaltungen, wie zum Beispiel Praktika in Chemie oder Geologie, die vor Ort und unter Einhaltung besonderer Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Weiterhin passt die Universität die Bedingungen für Prüfungen des Sommersemesters flexibel an die aktuellen Verhältnisse an. Verschobene schriftliche Prüfungen (Präsenzprüfungen) des WS 2019/2020 werden beispielsweise soweit möglich und unter Berücksichtigung besonderer Hygienebedingungen auf das Ende des Sommersemesters 2020 gelegt. Der Hochschulleitung sei es laut einer Mitteilung daran gelegen, den Studierenden ein erfolgreiches Sommersemester in verantwortbarer Weise zu ermöglichen. Weitere Informationen unter: https://tu-freiberg.de/corona

Corona-Lage am 22. April

In Mittelsachsen bleibt die Zahl der Fälle konstant bei 241. 76 Infizierte stammen aus dem Altkreis Döbeln, 95 aus dem Altkreis Freiberg und 70 aus dem Altkreis Mittweida. Das Gesundheitsamt erlies für 815 Personen einen Quarantänebescheid, 610 Personen haben die Quarantäne wieder verlassen.

Unterstützung für Sachsens Sport

Der Freistaat Sachsen unterstützt den Sport während der Corona-Krise mit insgesamt 20 Millionen Euro über Zuschüsse und Darlehen. Dazu hat das Innenministerium eine entsprechende Förderrichtlinie erlassen. Vereine können ab sofort Zuschüsse bis zu 10.000 Euro beziehungsweise Darlehen zur Liquiditätssicherung in Höhe von bis zu 500.000 Euro beantragen. Die Zuschüsse bis zu 10.000 Euro können gemeinnützige Sportvereine über den Landessportbund beantragen. Die Gewährung von zinslosen Darlehen zur Liquiditätssicherung wird über die Sächsische Aufbaubank sichergestellt. Weiterführende Informationen auch auf der Internetseite des Kreissportbundes: https://www.ksb-mittelsachsen.de/startseite/kreissportbund/aktuelles/aktuelles-detail/News/corona-soforthilfe-fuer-lsb-mitgliedsvereine/NewsController/News/NewsAction/show/

Neues Programm unterstützt sächsische Künstlerinnen und Künstler

Unter dem Titel „Denkzeit“ können sächsische Künstlerinnen und Künstler ab morgen bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Stipendien in Höhe von je 2.000 Euro beantragen. Das Programm soll sie darin ermutigen, auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverboten an ihrer künstlerischen Arbeit festzuhalten und individuelle Handlungsansätze für den Umgang mit der Corona-Krise zu entwickeln. Für die Umsetzung des Programms hat der Sächsische Landtag zwei Millionen Euro bewilligt. Die Stipendien werden in Form einer einmaligen Zuwendung für die Dauer von zwei Monaten gewährt. Es sollen sächsische Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Darstellende und Bildende Kunst, Musik, Literatur und Film von der Förderung profitieren. Beantragt werden können die Stipendien ausschließlich über ein Online-Formular auf der Webseite der Kulturstiftung. Ein einfaches Antragsverfahren wird dafür sorgen, dass die Mittel zügig an die Antragstellerinnen und Antragsteller ausgereicht werden können. Eine kurze Skizzierung des Vorhabens ist ausreichend. Weitere Details zur Antragsstellung finden sich unter http://www.kdfs.de/. Das Online-Formular wird dort ab Donnerstag freigeschaltet. Fragen zum Programm beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kulturstiftung unter denkzeit@kdfs.de sowie der Telefonnummer 0351-88480-33.

Hinweis aus der Baugenehmigungsbehörde

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage sind die Dienstleistungen zur Ersatzbeschaffung von Unterlagen aus früheren Bauakten nicht möglich. „Diese Aufgaben werden wir sonst nicht als Pflichtaufgabe, sondern im Rahmen der Dienstleistungsorientierung“, heißt es aus der Behörde.

Produktion umstellen und Vernetzung ist wichtig

Wenn Jörn Wonneberger auf die ersten Märztage zurückblickt erkennt man die eine oder andere Sorgenfalte im Gesicht des sonst nach vorn schauenden Unternehmers. Er und seine Frau haben in Mühlau eine Wäschemanufaktur aufgebaut. Doch mit dem Auftreten des Coronavirus brach der Absatz plötzlich ein. „Bald täglich haben sich Kunden bei uns gemeldet und ihre Bestellung storniert, auf Eis gelegt und Anlieferungen gesperrt“, berichtet er. Wie andernorts auch, bereiteten Joern und Claudia Wonneberger ihr 19-köpfiges Team darauf vor, zu Hause bleiben zu müssen. Der Antrag auf Kurzarbeit wurde gestellt. Doch Wonnebergers stecken so einfach den Kopf nicht in den Sand. „Parallel haben wir Energie in die Entwicklung von Nasen-Mund-Masken gesteckt und uns auf Bedarfsplattformen vernetzt. Sprunghaft stieg von da an die Nachfrage dieser Masken bei uns an, so dass wir seither Überstunden sammeln und dringend Verstärkung suchen“, freut sich das Unternehmerehepaar über die Wendung des Blattes. In der zweiten Märzwoche stellten sie die Produktion um und seither entstehen 1.300 Behelfsmasken am Tag. Die Manufaktur Wonneberger ist nicht nur für trendige Schnitte, sondern auch für tolle Farben bekannt. „Mittlerweile fertigen wir auch farbige Modelle, basierend auf drei Grundmodellen. Ergonomisch vollabdeckend oder klassisch geformt wie eine OP-Maske, mit oder ohne Nasenbügel. Weiterhin haben wir einen Loop-Schal entwickelt, welcher im Nasen-Mund-Bereich dreilagig gefüttert ist und dank eines eingearbeiteten Nasenbügels und einer Gummikordel fest auf das Gesicht gezogen werden kann. Alle unsere eingesetzten Materialen sind mindestens bei 70 Grad, meist sogar 90 Grad waschbar und für einen häufigen Gebrauch gedacht. Das Sortiment ist mittlerweile sehr umfangreich“, erklärt Jörn Wonneberger weiter. Die Behelfsmasken werden per Onlineshop bestellt und dann an Physiotherapien und Praxen, Krankenhäuser, Privatpersonen, Apotheken, Altersheime und Konzerne geschickt. Viele Bestellungen kommen aus Sachsen, aber auch darüber hinaus gehen die Mund-Nase-Abdeckungen bundes- und europaweit auf die Reise. Die Wonneberger-Manufaktur ist mit ihrem Onlineshop in der „Kauf-regional“-Seite des Landkreises vertreten. Unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/kaufregional.html sind bereits mehr als 160 Angebote online.

Fortbildungsangebot Schuljahr 2020/2021 am Fachschulzentrum Freiberg-Zug

Das Fachschulzentrum bietet persönliche Beratungen zu den Fortbildungsmöglichkeiten an. Interessierte können sich per E-Mail oder Telefon an die Einrichtung wenden. Bei Bedarf werden auch persönliche Gesprächstermine vereinbart. „Wegen der Corona-Pandemie konnte leider der Tag der offenen Tür nicht stattfinden, der einen lebendigen Eindruck unseres Schullebens vermitteln sollte“, erklärt Schulleiter Gerd Alscher. Noch bis zum 01. Juni 2020 sind Anmeldungen für eine Fortbildung am Fachschulzentrum Freiberg-Zug möglich. Interessenten haben dabei die Auswahl zwischen Bildungsgängen im Bereich Land- oder Hauswirtschaft, wo im kommenden Schuljahr 2020/2021 jeweils eine neue Fachschulklasse eröffnet wird. Der Bildungsgang zum/r „Staatlich geprüften Techniker/in für Landbau“ wird im Wintermodell (Laufzeit 3 Jahre) angeboten. Die Fortbildung zum/r „Staatlich geprüften hauswirtschaftlichen Betriebsleiter/in“ wird in Teilzeitform (Laufzeit ebenfalls 3 Jahre) angeboten. Diese Aufstiegsfortbildungen bieten sehr gute Chancen bei der weiteren beruflichen Entwicklung. Die Fortbildung ist gebührenfrei, beinhaltet die Erlangung der Ausbildereignung und kann über BAföG bzw. Meister-BAföG gefördert werden. Ausführliche Informationen und Formulare zum Download sind auf der Internetseite www.fachschulzentrum-freiberg-zug.de zu finden.

Corona-Lage am 21. April

In Mittelsachsen ist die Zahl der bestätigten Infizierten erneut konstant bei 241. Rechnerisch sind rund 180 Personen wieder genesen. „Es besteht keine Meldepflicht für Gesundschreibungen, daher lässt sich der Wert nur errechnen. In der Regel gelten die Infizierten nach zwei Wochen als geheilt“, erklärt die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Annelie Jordan. Aus Sicht von Landrat Matthias Damm lässt sich daran noch keine belastbare Tendenz ablesen: „Es ist sehr erfreulich, dass die Zahlen stabil sind, aber wir müssen weiterhin die aktuelle Entwicklung abwarten.“ Die bestätigten Fälle könnten mit der Öffnung der Läden und Teilöffnung der Schulen unter Umständen wieder steigen. Daher appelliert er an die Bevölkerung die Hygieneregeln stets zu beachten. „Regelmäßiges Händewaschen, Abstand halten und in die Armbeuge niesen bzw. husten“, so Damm. Er bedankt sich für die Mitwirkung der Einwohnerinnen und Einwohner in dieser Zeit und beim Umgang mit dem Virus. Gespannt sei er auch auf die kommenden Entwicklungen und die anstehenden Entscheidungen in der nächsten Woche. „Es ist von jedem viel Eigenverantwortung und Disziplin gefragt, um Infektionsketten zu unterbrechen.“

Der erste virtuelle Landkreislauf startet am Samstag

Der Landkreislauf findet doch noch statt und startet am Wochenende digital. Ursprünglich sollte er in Roßwein ausgetragen werden, was auf Grund der Corona-Krise nicht möglich ist. Aufgerufen sind jetzt alle Sportbegeisterten sich daran zu beteiligen. Eine Staffel besteht aus drei Personen, die ganz unabhängig und selbst geplant bis 10. Mai Strecken von 1,5, drei und fünf Kilometer laufen. Sie stoppen ihre Zeit und tragen das Ergebnis in einer Internetplattform ein. „Ich freue mich, dass es hier eine Lösung gibt, den Lauf trotz Corona durchzuführen. Die Veranstaltung hat eine große Tradition und stellt ein verbindendes Element im Kreis dar“, erklärt Landrat Matthias Damm. Er ist Schirmherr des Laufes und gibt am Samstag den symbolischen Startschuss, der im Internet gezeigt wird. Eine zwischenzeitlich in Erwägung gezogene Verlegung der Veranstaltung in den Herbst kam letztlich durch die zahlreichen anderen Lauf-Veranstaltungen in diesem Zeitraum nicht in Betracht. „Mit einer Terminierung zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr würden wir auch allen bestehenden Herbstveranstaltungen in die Quere kommen und diese gegebenenfalls schädigen“, so Veranstaltungsreferent und Wettkampfleiter Sylvio Christ vom Kreissportbund. Ein wichtiger Grund war nach Angaben des Geschäftsführers des Kreissportbundes Benjamin Kahlert zudem der Beschluss des Bundes, dass Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 nicht stattfinden dürften. „Inwiefern das Sportjahr zu Ende geführt wird, kann man momentan nur spekulieren“, so Kahlert. Nachdem 27 Jahre der Landkreislauf in dreizehn verschiedenen Kommunen und Gemeinden des Landkreises durchgeführt wurde, will der Kreissportbund mit dieser neuen Veranstaltungsart begeistern. Der Präsident des Kreissportbundes Volker Dietzmann hofft, dass sich viele beteiligen: „Laufen zählt zu den simpelsten Sportarten. Einfach Schuhe an und los gehen.“ Im Vordergrund stünde auch diesmal wieder der Spaß und die Motivation sich zu bewegen. Die gewählte Variante sei mit den Corona-Regelungen vereinbar, denn jeder läuft allein. Dennoch werde die Gemeinschaft gestärkt. „Man tritt miteinander in Kontakt, findet sich als Staffel und tauscht sich zu den Laufergebnissen aus“, so Dietzmann. Landrat Matthias Damm: „In Mittelsachsen gibt es so schöne Strecken zum Laufen. Ich lade alle ein mitzumachen sowie dieses Modell und diese tolle Idee erfolgreich zu gestalten.“ Anmelden kann man sich über die Internetseite des Kreissportbundes www.ksb-mittelsachsen.de.

Traditionell findet der Landkreislauf am letzten Samstag im April statt. 2021 ist geplant ihn in Roßwein durchzuführen.

Ablauf

  1. Ein Team besteht aus drei Personen.
  2. Festgelegt werden muss, wer aus eurem Team welche Distanz zurücklegt. Dabei gibt es folgende Einzelstrecken: 1,5 km, 3,0 km und 5,0 km.
  3. Alle Teammitglieder müssen ihre Teilstrecke zwischen Samstag, 25.4.2020, 14:00 Uhr (Startschuss durch Landrat Mathias Damm via Facebook) und Sonntag, 10.05.2020 absolvieren.
  4. Alle Teammitglieder laufen unabhängig voneinander.
  5. Der Mannschaftskapitän trägt im Anschluss die Ergebnisse aller seiner Mitglieder bis spätestens Sonntag, 10.05.2020 online unter www.ksb-mittelsachsen.de bzw.  dem Auswertungsteam von www.sachselauf.de ein.
  6. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
  7. Am 12.05.2020 werden dann die Teamwertungen und Einzel-Ergebnisse der Veranstaltung veröffentlicht. Weiterhin wird ein Urkundendruck eingerichtet.
  8. Vom 25.04. bis 11.05.2020 werden keine Laufzeiten veröffentlicht, sondern nur die bisherigen Teilnehmer.
  9. Diese Format gibt es natürlich auch für die Jüngsten beim Mini-Landkreislauf über 3x400 m. Der Mannschaftskapitän z.B. Trainer, Lehrer, Erzieher sendet im Anschluss die Ergebnisse mittels Ergebnisformular aller seiner Mitglieder bis spätestens Sonntag, 10.05.2020 an: christ@ksb-mittelsachsen.de oder Fax:03731/1633349

 

Mitteilungsblatt des Landkreises erscheint später

Die April-Ausgabe des Mitteilungsblattes des Landkreises, der „Mittelsachsenkurier“, erscheint erst am Samstag. Ursprünglich sollte er morgen erscheinen. Grund für die Verschiebung ist die Verteilung, die auf Grund der Situation nicht am gleichen Tag im ganzen Landkreis gewährleistet werden kann. Das Mitteilungsblatt erscheint zwölfmal im Jahr mit einer Auflage von 160.000 Stück.

Fahrerlaubnisbehörde länger erreichbar

Die Fahrerlaubnisbehörde ist ab sofort dienstags und donnerstags bis 17:30 Uhr zu erreichen, bisher bis 16 Uhr. Sie sichert aber nur die eingeschränkte Bearbeitung dringlicher Fälle in der Hauptstelle in Döbeln ab. Dringliche Fälle sind Verlängerungen der Gültigkeit von Fahrerlaubnissen (LKW, Bus, Fahrgastbeförderung) und der Schlüsselzahl 95, die bis zum 15. Mai 2020 ablaufen sowie die Ausstellung von Ersatzdokumenten, wenn diese zur Berufsausübung benötigt werden (Kraftfahrer im Fernverkehr). Der Zutritt erfolgt ausschließlich nach telefonischer Terminabsprache/Terminbestätigung. Die Behörde ist von Montag bis Freitag von 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 13:00 bis 17:30 Uhr zu erreichen. Die Telefonnummer lautet  03731 799-1454 und die E-Mail lautet service-fahrerlaubnisbehoerde@landkreis-mittelsachsen.de

Coronahilfe für von Kurzarbeit betroffene Ausbildungsbetriebe

Die von der Corona-Krise betroffenen Ausbildungsbetriebe in Sachsen werden mit einem Zuschuss zur Ausbildungsvergütung unterstützt. Eine dementsprechende Förderrichtlinie des Arbeits- und Wirtschaftsministeriums wurde heute vom Kabinett in Dresden verabschiedet. Es werden Ausbildungsbetriebe unterstützt, die von Kurzarbeit während der Corona-Krise betroffen sind und nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen.  Der einmalige Zuschuss wird in Höhe des individuellen Ausbildungsentgeltes für sechs Wochen (1,5 Monate) bis zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Kurzarbeitergeld gewährt. Begünstigt werden Ausbildungsverhältnisse in Berufen nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. Handwerksordnung (HwO), für die Kurzarbeit bewilligt worden ist. Die Förderanträge können ab Montag, 27. April, bei den zuständigen Stellen (z.B. Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer oder Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie) eingereicht werden und werden von dort nach Bestätigung des Ausbildungsverhältnisses an die Bewilligungsbehörde (Landesdirektion Sachsen) zur Bearbeitung weitergeleitet.

Die Zuwendung wird für den Zeitraum gewährt, in dem für das zu fördernde Ausbildungsverhältnis kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit besteht. Der Zuschuss wird bewilligt, wenn der Auszubildende gegenüber seinem Ausbildungsbetrieb einen Anspruch auf Zahlung der Ausbildungsvergütung gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG für 6 Wochen (1,5 Monate) hat.

Corona-Lage am 20. April

In Mittelsachsen sind von gestern auf heute keine weiteren Fälle hinzugekommen, über das Wochenende gab es insgesamt vier neue Fälle. Somit wurde das Coronavirus bei 241 Personen in Mittelsachsen nachgewiesen – 76 stammen aus dem Altkreis Döbeln, 95 aus dem Altkreis Freiberg und 70 aus dem Altkreis Mittweida. Das Gesundheitsamt erlies für 809 Personen einen Quarantänebescheid, 525 Personen haben die Quarantäne wieder verlassen.

Community-Masken made in Mittelsachsen

Über die Maskenpflicht im sächsischen Einzelhandel und Öffentlichen Personennahverkehr wird aktuell viel diskutiert. Sachsen war das erste Bundesland, das Mund- und Naseabdeckungen verpflichtend vorschreibt. Weitere Bundesländer und einzelne Städte halten diese Schutzmaßnahme ebenfalls für sinnvoll. Dabei handelt es sich nicht um das ständige Tragen von medizinischen Schutz- oder Atemmasken. Ein Abdeckung von Mund- und Nase soll der Tröpfcheninfektion vorbeugen. Sie ist sinnvoll im Kontakt mit Risikogruppen oder dort wo sich mehrere Menschen stetig aufhalten. Die Bedeckung von Mund und Nase rundet die Hygienevorschriften rund um das häufige Händewaschen und Desinfizieren von Oberflächen ab. „Auch wenn die sogenannten Community-Masken kontrovers diskutiert werden, halte ich deren kurzfristigen Einsatz z.B. beim Einkaufen für sinnvoll. Sachsen fordert eine Mund-und Nasenabdeckung. Das kann auch ein geeigneter Schal oder ein Tuch sein. Wichtig ist, dass es eng am Gesicht abschließt“, sagt Dr. Annelie Jordan, Leiterin des Gesundheitsamtes. Einige regionale Firmen haben sich auf die Produktion eingestellt. „Wer sich selbst keinen Schutz basteln oder nähen möchte, der kann die regionale Wirtschaft unterstützen. Nachzufragen lohnt sich auf alle Fälle beim Änderungs- oder Schneidergeschäft im Ort, aber man kann auch online bei mittelsächsischen Firmen bestellen“, erläutert Hartmut Schneider, Referatsleiter Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung weiter. Ihre Produktion auf die Mund- und Nase-Bedeckungen umgestellt oder erweitert haben zum Beispiel Flexitex in Augustusburg, die Textildruckerei Innotex in Frankenberg oder das Kurzwarengeschäft Ralf Römpp in Mittweida. Die Wonneberger Manufaktur in Mühlau bietet die klassische Variante mit kochfester Baumwolle und einen modischen Schlauchschal mit Nasenklemme und Fixierband aus Coolmax-Material an. „Egal für was Sie sich entscheiden, die Abdeckungen sollten sich bei möglichst hohen Temperaturen waschen lassen und wenn sie durchfeuchtet sind, gewechselt werden“, gibt Kreisamtsärztin Jordan mit auf den Weg. Die Onlineshops für die Community-Masken und vieles andere mehr sind in der Kauf-regional-Karte unter https://www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/kaufregional.html zu finden. Weitere Unternehmen werden gern aufgenommen.

Träger werden erneut angeschrieben

Die Antragsteller für Mittel aus dem Programm „Toleranz ist ein Kinderspiel“ werden derzeit erneut angeschrieben. Viele geplante Projekte und Veranstaltungen zur Förderung der Demokratie konnten und können in der kommenden Zeit nicht durchgeführt werden. Der zuständige Lokale Begleitausschuss konnte nach Abschluss der Ausschreibung noch nicht tagen und somit keine Mittel vergeben. Das Gremium besteht aus Vertretern der Kreistagsfraktionen, Behörden, Institutionen und Vereinen. „Mit der Abfrage möchten wir wissen, ob die Träger an ihrer Projektidee festhalten oder sich zwischenzeitlich Änderungen ergaben“, so Katrin Dietze vom Bereich Extremismusbekämpfung. Rund 170.000 Euro stehen für den Aktionsplan vom Bund, Land und dem Landkreis selbst zur Verfügung. Der Ausschuss soll dann schnellstmöglich einberufen werden.

Erleichterung bei Sozialleistungen

Die Grundsicherung und die Hilfe zum Lebensunterhalt wird automatisch ohne weitere Beantragung fortgeführt. Eigentlich müssten diese Leistungen einmal im Jahr neu beantragt werden. Dies entfällt nun, wenn die Leistungen bis zum 31. Juli befristet sind. Damit werden die Hilfeempfänger entlastet und Wege zu verschiedenen Institutionen und somit Kontakte vermieden.

Zulassungsbehörde länger erreichbar

Die Kfz-Zulassungsbehörde ist ab sofort dienstags und donnerstags bis 17:30 Uhr erreichbar, bisher immer bis 15 Uhr. Neben den Zulassungsdiensten können nun auch Fahrzeughändler (nicht nur Autohäuser) einen Termin mit der Behörde vereinbaren. Sie ist in Mittweida, Döbeln und Freiberg erreichbar. Ohne Termin erfolgt aber kein Einlass. Hier die konkreten Daten:

Erreichbarkeit Mo. bis Fr. 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Di. und Do. 13:00 bis 17:30 Uhr

Hotline für Terminvereinbarungen

Dienststelle Döbeln

Dienststelle Freiberg

Dienststelle Mittweida

03731 799-1351

03731 799-3616

03731 799-6683

 

Zentrale Telefon-Nr. Kfz-Zulassungsbehörde: nur für Fachfragen, keine Terminvereinbarungen – 03731 799-6633. Bearbeitet werden können derzeit ausschließlich notwendige und nicht aufschiebbare Vorgänge.

Die nachstehenden Vorgänge werden aktuell noch nicht zur Bearbeitung angenommen:

1. externe Abmeldungen (Fahrzeuge aus anderen Zulassungsbezirken abmelden)
2. Erteilung Ausfuhr-Kennzeichen
3. Erteilung 07er Oldtimerkennzeichen (inkl. Technikänderungen)
4. Erteilung 06er Händlerkennzeichen sowie Verlängerung Fahrzeugscheinhefte (generelle Ausnahme:
abgelaufene Fahrzeugscheinhefte behalten ihre Gültigkeit zunächst bis zum 26.4.2020)
5. Zulassungen von Gebrauchtfahrzeugen ohne Dokumente (sog. Scheunenfunde)
6. Änderung Halterdaten (laufende Änderungsfristen werden zunächst bis zum 26.4.2020 ausgesetzt)
7. Änderung technischer Daten (laufende Änderungsfristen werden zunächst bis zum 26.4.2020 ausgesetzt)

EKM ruft zum Malwettbewerb auf

Da aufgrund der aktuellen Situation viele Veranstaltungen abgesagt und Kindereinrichtungen geschlossen sind, fordert die EKM Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH alle Kinder bis 12 Jahre im Landkreis zu einem Malwettbewerb heraus. Das Thema des Malwettbewerbs lautet „20 Jahre EKM – Unsere Abfallentsorgung in Mittelsachsen“. Es können selbstgestaltete Bilder zu den Themen Müllabfuhr, Entsorgung und Umwelt eingereicht werden.

Die besten Einsendungen erhalten einen der folgenden Preise: Der 1. Preis ist der Eintritt für die ganze Familie in ein Spaßbad in der Nähe, der 2. Preis ist ein Großes Malpaket der EKM und der 3. Preis ein Baustein-Set im Wert von 25 Euro.

Der Einsendeschluss ist der 15. Mai 2020.

Kontakt für die Einsendung:
EKM Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Frauensteiner Str. 95, 09599 Freiberg - E-Mail abfallberatung@ekm-mittelsachsen.de

Corona-Lage am 20. April

In Mittelsachsen sind von gestern auf heute keine weiteren Fälle hinzugekommen, über das Wochenende gab es insgesamt vier neue Fälle. Somit wurde das Coronavirus bei 241 Personen in Mittelsachsen nachgewiesen – 76 stammen aus dem Altkreis Döbeln, 95 aus dem Altkreis Freiberg und 70 aus dem Altkreis Mittweida. Das Gesundheitsamt erlies für 809 Personen einen Quarantänebescheid, 525 Personen haben die Quarantäne wieder verlassen.

Community-Masken made in Mittelsachsen

Über die Maskenpflicht im sächsischen Einzelhandel und Öffentlichen Personennahverkehr wird aktuell viel diskutiert. Sachsen war das erste Bundesland, das Mund- und Naseabdeckungen verpflichtend vorschreibt. Weitere Bundesländer und einzelne Städte halten diese Schutzmaßnahme ebenfalls für sinnvoll. Dabei handelt es sich nicht um das ständige Tragen von medizinischen Schutz- oder Atemmasken. Ein Abdeckung von Mund- und Nase soll der Tröpfcheninfektion vorbeugen. Sie ist sinnvoll im Kontakt mit Risikogruppen oder dort wo sich mehrere Menschen stetig aufhalten. Die Bedeckung von Mund und Nase rundet die Hygienevorschriften rund um das häufige Händewaschen und Desinfizieren von Oberflächen ab. „Auch wenn die sogenannten Community-Masken kontrovers diskutiert werden, halte ich deren kurzfristigen Einsatz z.B. beim Einkaufen für sinnvoll. Sachsen fordert eine Mund-und Nasenabdeckung. Das kann auch ein geeigneter Schal oder ein Tuch sein. Wichtig ist, dass es eng am Gesicht abschließt“, sagt Dr. Annelie Jordan, Leiterin des Gesundheitsamtes. Einige regionale Firmen haben sich auf die Produktion eingestellt. „Wer sich selbst keinen Schutz basteln oder nähen möchte, der kann die regionale Wirtschaft unterstützen. Nachzufragen lohnt sich auf alle Fälle beim Änderungs- oder Schneidergeschäft im Ort, aber man kann auch online bei mittelsächsischen Firmen bestellen“, erläutert Hartmut Schneider, Referatsleiter Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung weiter. Ihre Produktion auf die Mund- und Nase-Bedeckungen umgestellt oder erweitert haben zum Beispiel Flexitex in Augustusburg, die Textildruckerei Innotex in Frankenberg oder das Kurzwarengeschäft Ralf Römpp in Mittweida. Die Wonneberger Manufaktur in Mühlau bietet die klassische Variante mit kochfester Baumwolle und einen modischen Schlauchschal mit Nasenklemme und Fixierband aus Coolmax-Material an. „Egal für was Sie sich entscheiden, die Abdeckungen sollten sich bei möglichst hohen Temperaturen waschen lassen und wenn sie durchfeuchtet sind, gewechselt werden“, gibt Kreisamtsärztin Jordan mit auf den Weg. Die Onlineshops für die Community-Masken und vieles andere mehr sind in der Kauf-regional-Karte unter https://www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/kaufregional.html zu finden. Weitere Unternehmen werden gern aufgenommen.

Träger werden erneut angeschrieben

Die Antragsteller für Mittel aus dem Programm „Toleranz ist ein Kinderspiel“ werden derzeit erneut angeschrieben. Viele geplante Projekte und Veranstaltungen zur Förderung der Demokratie konnten und können in der kommenden Zeit nicht durchgeführt werden. Der zuständige Lokale Begleitausschuss konnte nach Abschluss der Ausschreibung noch nicht tagen und somit keine Mittel vergeben. Das Gremium besteht aus Vertretern der Kreistagsfraktionen, Behörden, Institutionen und Vereinen. „Mit der Abfrage möchten wir wissen, ob die Träger an ihrer Projektidee festhalten oder sich zwischenzeitlich Änderungen ergaben“, so Katrin Dietze vom Bereich Extremismusbekämpfung. Rund 170.000 Euro stehen für den Aktionsplan vom Bund, Land und dem Landkreis selbst zur Verfügung. Der Ausschuss soll dann schnellstmöglich einberufen werden.

Erleichterung bei Sozialleistungen

Die Grundsicherung und die Hilfe zum Lebensunterhalt wird automatisch ohne weitere Beantragung fortgeführt. Eigentlich müssten diese Leistungen einmal im Jahr neu beantragt werden. Dies entfällt nun, wenn die Leistungen bis zum 31. Juli befristet sind. Damit werden die Hilfeempfänger entlastet und Wege zu verschiedenen Institutionen und somit Kontakte vermieden.

Zulassungsbehörde länger erreichbar

Die Kfz-Zulassungsbehörde ist ab sofort dienstags und donnerstags bis 17:30 Uhr erreichbar, bisher immer bis 15 Uhr. Neben den Zulassungsdiensten können nun auch Fahrzeughändler (nicht nur Autohäuser) einen Termin mit der Behörde vereinbaren. Sie ist in Mittweida, Döbeln und Freiberg erreichbar. Ohne Termin erfolgt aber kein Einlass. Hier die konkreten Daten:

Erreichbarkeit Mo. bis Fr. 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Di. und Do. 13:00 bis 17:30 Uhr

Hotline für Terminvereinbarungen

Dienststelle Döbeln

Dienststelle Freiberg

Dienststelle Mittweida

03731 799-1351

03731 799-3616

03731 799-6683

 

Zentrale Telefon-Nr. Kfz-Zulassungsbehörde: nur für Fachfragen, keine Terminvereinbarungen – 03731 799-6633

Bearbeitet werden können derzeit ausschließlich notwendige und nicht aufschiebbare Vorgänge.

Die nachstehenden Vorgänge werden aktuell noch nicht zur Bearbeitung angenommen:

1. externe Abmeldungen (Fahrzeuge aus anderen Zulassungsbezirken abmelden)

2. Erteilung Ausfuhr-Kennzeichen

3. Erteilung 07er Oldtimerkennzeichen (inkl. Technikänderungen)

4. Erteilung 06er Händlerkennzeichen sowie Verlängerung Fahrzeugscheinhefte (generelle Ausnahme:

abgelaufene Fahrzeugscheinhefte behalten ihre Gültigkeit zunächst bis zum 26.4.2020)

5. Zulassungen von Gebrauchtfahrzeugen ohne Dokumente (sog. Scheunenfunde)

6. Änderung Halterdaten (laufende Änderungsfristen werden zunächst bis zum 26.4.2020 ausgesetzt)

7. Änderung technischer Daten (laufende Änderungsfristen werden zunächst bis zum 26.4.2020

ausgesetzt)

EKM ruft zum Malwettbewerb auf

Da aufgrund der aktuellen Situation viele Veranstaltungen abgesagt und Kindereinrichtungen geschlossen sind, fordert die EKM Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH alle Kinder bis 12 Jahre im Landkreis zu einem Malwettbewerb heraus. Das Thema des Malwettbewerbs lautet „20 Jahre EKM – Unsere Abfallentsorgung in Mittelsachsen“. Es können selbstgestaltete Bilder zu den Themen Müllabfuhr, Entsorgung und Umwelt eingereicht werden.

Die besten Einsendungen erhalten einen der folgenden Preise: Der 1. Preis ist der Eintritt für die ganze Familie in ein Spaßbad in der Nähe, der 2. Preis ist ein Großes Malpaket der EKM und der 3. Preis ein Baustein-Set im Wert von 25 Euro.

Der Einsendeschluss ist der 15. Mai 2020.

Kontakt für die Einsendung:
EKM Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Frauensteiner Str. 95, 09599 Freiberg - E-Mail abfallberatung@ekm-mittelsachsen.de

Corona-Lage am 17. April

Es gibt einen erneuten Todesfall. Dabei handelt es sich um einen 72-jährigen Mann mit Vorerkrankung. Aus Gründen des Schutzes der Persönlichkeitsrechte werden keine weiteren Details genannt. Außerdem sieht das Landratsamt die ärztliche Schweigepflicht tangiert. Die Zahl der Todesfälle beträgt drei. In Mittelsachsen sind im Vergleich zu gestern fünf weitere bestätigte Fälle hinzugekommen. Damit sind bis 237 Personen im Landkreis positiv getestet worden, davon stammen 74 aus dem Altkreis Döbeln, aus dem Altkreis Freiberg 93 und aus dem Altkreis Mittweida 70. Rund 140 Personen sind rechnerisch wieder genesen. Das Gesundheitsamt hat für 749 Personen einen Quarantänebescheid erlassen, 480 Personen haben diese wieder verlassen. Die Hotline des Landratsamtes ist am Samstag und Sonntag jeweils  von 9 bis 13 Uhr besetzt. Anfragen können auch per E-Mail über corona@landkreis-mittelsachsen.de gestellt werden.

Neue Regelungen ab Montag

Im Freistaat Sachsen gelten ab Montag neue Regelungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Laut einer Mitteilung der Staatsregierung sei auch künftig jede Bürgerin und jeder Bürger angehalten, die physisch-sozialen Kontakte zu anderen Menschen als den Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Für alle gilt eine Kontaktbeschränkung. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern einzuhalten (außer zu Angehörigen des eigenen Hausstandes). Dies gilt für alle Lebensbereiche, auch für Arbeitsstätten. Es ist ab Montag erlaubt, die eigene Wohnung auch ohne triftigen Grund zu verlassen. Der Aufenthalt ist außerhalb der eigenen Wohnung bzw. des eigenen Hauses nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis des eigenen Hausstandes gestattet. „Die Bürgerinnen und Bürger seien aufgefordert, generell auf private Reisen, Ausflüge und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Das gilt auch für überregionale tagestouristische Ausflüge“, heißt es in der Pressemitteilung. Untersagt bleiben weiterhin Veranstaltungen und Ansammlungen jeglicher Art. Im Einzelfall können jedoch auf Antrag Ausnahmegenehmigungen durch die zuständigen Landkreise oder kreisfreien Städte erteilt werden. Zudem können Gottesdienste, Beerdigungen, Trauerfeiern und Trauungen mit bis zu 15 Besuchern stattfinden. Geschlossen bleiben jegliche Einrichtungen und Angebote für den Publikumsverkehr. Ausgenommen sind unter anderem nur staatliche und freie Schulen zum Zweck der Prüfungsvorbereitung, Hochschulen und die Berufsakademie, Fachbibliotheken und Archive, Bildungseinrichtungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Kitas zur Notbetreuung. Eine Öffnung ist weiterhin für Einzelhandelsgeschäfte für Lebensmittel und für Waren der täglichen Grundversorgung erlaubt. Zudem können weitere Ladengeschäfte des Einzelhandels jeder Art bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern geöffnet werden. Zulässig ist die Öffnung unabhängig von der Fläche von Ladengeschäften von Handwerksbetrieben, Tankstellen, Autohäusern, Fahrradläden, Kfz- und Fahrradwerkstätten sowie einschlägigen Ersatzteilverkaufsstellen, selbstproduzierenden und selbstvermarktenden Baumschulen und Gartenbaubetrieben, Läden für Tierbedarf sowie von Garten- und Baumärkten. Einkaufszentren bleiben weiterhin geschlossen. Erlaubt ist dort wie bisher nur die Öffnung von Geschäften des täglichen Bedarfs und der Grundversorgung sowie von Läden, die über einen separaten Kundeneingang von außen verfügen. Untersagt bleibt die Öffnung von Gastronomiebetrieben jeder Art sowie Hotel- und Beherbergungsbetriebe zu touristischen Zwecken. Ebenso ist der Betrieb von Dienstleistungsbetrieben mit unmittelbarem Kundenkontakt untersagt - mit Ausnahme notwendiger medizinischer Behandlungen. Die bestehenden Besuchsverbote für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Altenheime, Rehabilitationseinrichtungen, Einrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen sowie stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe bleiben bis auf wenige Ausnahmen gültig.  Die neue Verordnung gilt bis einschließlich 3. Mai 2020. Weitere Informationen unter https://www.coronavirus.sachsen.de/

Mundschutz wird Pflicht

In der neuen Regelung des Freistaates ist das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung bei der Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs und beim Aufenthalt in Einzelhandelsgeschäften ab Montag Pflicht. „Es wird dringend empfohlen, im öffentlichen Raum und insbesondere bei Kontakt mit Risikopersonen eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen, um für sich und andere das Risiko von Infektionen zu reduzieren“, schreibt die Staatsregierung in ihrer Pressemitteilung. Aus Sicht des Gesundheitsamtes reichen mitunter auch Schals und Tücher bzw. Leinentücher – wenn nichts anderes verfügbar ist. Wichtig: Man sollte diesen Mundschutz nach wenigen Stunden wechseln und er muss bei 60 Grad waschbar sein. Denn bei dieser Temperatur sterben die Viren ab. Es sollte nach Möglichkeit nichts Gestricktes als Mundschutz verwendet werden. „Auch der selbstgenähte Mundschutz mit farbigem Motiv trägt dazu bei, die außergewöhnliche Situation aufzuhellen“, fasst es die mittelsächsische Amtsärztin Dr. Annelie Jordan zusammen.  Anmerkung: Einrichtungen und Institutionen könnten für sich entscheiden, dass man diese Räumlichkeiten nur mit Mundschutz betreten kann.

Neue Allgemeinverfügung für eingeschränkten Schulbetrieb

Nach der neuen Allgemeinverfügung des Freistaates bleiben Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft bis einschließlich 3. Mai geschlossen. Unterricht und schulische Veranstaltungen finden in dieser Zeit für einen Großteil der Schülerinnen und Schüler nicht statt. Nur für die Schüler aller Abschlussklassen an den Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen werden die Schulen nach den Osterferien wieder geöffnet. Konsultationen, die Durchführung von Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen können damit stattfinden. Die Schulen werden ab dem 20. April vorerst ausschließlich für das Personal geöffnet, welches zur Vorbereitung der Schüler auf ihre Prüfungen notwendig ist. Erst ab dem 22. April beginnt die eigentliche Prüfungsvorbereitung für die Schülerinnen und Schüler. Konsultationen für Abiturientinnen und Abiturienten sind allerdings schon ab dem 20. April möglich. Kindertageseinrichtungen bleiben weiterhin geschlossen und sind nur für Kinder in der Notbetreuung zugänglich. Infos unter: https://www.coronavirus.sachsen.de/

Anspruch auf Notbetreuung erweitert

Zudem wurde der Anspruch auf Notbetreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen, Grund- und Förderschulen erweitert. Für Kinder und Grundschüler, deren Eltern in systemrelevanten Sektoren beschäftigt sind, wird eine Notbetreuung angeboten. Die Bestimmungen dazu wurden jetzt erweitert und gelten ab dem 18. April. Zu den systemrelevanten Berufen gehören nun unter anderem auch folgende Sektoren: Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater, Gerichtsvollzieher, Bestattungswesen, Verkaufspersonal im Einzelhandel, Handwerker, Beschäftigte der stationären Kinder-, Jugendlichen- und Behindertenhilfe, Tierpfleger, Schüler mit eigenen Kindern mit Betreuungsbedarf sowie das für den Schuldienst an Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft erforderliche Personal. Ein Anspruch auf die Notfallbetreuung liegt nur vor, wenn beide Personensorgeberechtigten in systemrelevanten Berufen tätig sind. Ausnahmsweise besteht auch ein Anspruch, wenn nur einer der Personensorgeberechtigten in folgenden Bereichen tätig ist:

Gesundheitsvorsorge und Pflege, Rettungsdienst (einschließlich Berufsfeuerwehr), Öffentlicher Personennahverkehr, Polizei- und Justizvollzugsdienst, Schuldienst und Kindertagesbetreuung, Schülerinnen und Schüler in Abschlussklassen mit eigenen betreuungspflichtigen Kindern,

Kommunal- oder Staatsverwaltung (sofern man mit Aufgaben der Bekämpfung der Corona-Pandemie betraut ist). Voraussetzung für den Anspruch auf Notbetreuung ist allerdings, dass eine Betreuung durch den anderen Personensorgeberechtigten nicht abgesichert werden kann. Weitere Informationen unter: www.coronavirus.sachsen.de

Wertstoffhöfe öffnen wieder

Ab Montag sind die Wertstoffhöfe im Landkreis Mittelsachsen wieder regulär geöffnet. Die Öffnungszeiten sind im aktuellen Abfallkalender auf Seite 13 oder unter www.ekm-mittelsachsen.de im Bereich "Abfallentsorgung" veröffentlicht. „Da prinzipiell mit einem hohen Andrang zu rechnen ist, bitten wir alle Mittelsachsen die Wertstoffhöfe in den ersten Tagen nur bei absoluter Notwendigkeit, ggf. um einige Tage zeitversetzt  und mit sehr viel Geduld aufzusuchen“, heißt es auf der Internetseite des Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen.Den Anweisungen des Personals vor Ort sei unmittelbar Folge zu leisten. Es ist ein Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen allen Besuchern und Mitarbeitern einzuhalten und es darf keine Gruppenbildung vor Ort erfolgen.

Die EKM weist darauf hin, dass das Personal der Wertstoffhöfe angehalten ist, notfalls vom Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen,  die diese Regelungen nicht einhalten,  des Wertstoffhofes zu verweisen. „Sollte ein unkoordinierbarer Andrang herrschen, der fließende Straßenverkehr behindert oder eine Gefährdung der Mitarbeiter und Bürger entstehen, behalten wir uns vor, die Wertstoffhöfe kurzfristig wieder zu schließen“, heißt es in der Mitteilung der Gesellschaft weiter. Bei Fragen ist die Abfallberatung unter Telefon 03731-2625-41/-42 oder per Mail unter abfallberatung@ekm-mittelsachsen.de zu erreichen.

Zwischenlager für Sonderabfall – FNE in Freiberg ab 20. April wieder geöffnet

Ab dem 21. April nimmt das Problemstoffmobil kurzfristig seine Tour im Landkreis Mittelsachsen wieder auf. Die Standzeiten- und Standorte ab dem 21. April entnehmen Interessierte dem bisherigen Tourenplan

im Abfallkalender und auf www.ekm-mittelsachsen.de. Die Samstagstermine und Herbsttour sollen wie gewohnt durchgeführt werden. Das Zwischenlager für Sonderabfall – FNE in Freiberg öffnet am 20. April seine

Tore. Die Öffnungszeiten sind im aktuellen Abfallkalender auf Seite 21 und auf www.problemabfaelle.de veröffentlicht.

„Bitte beachten Sie, dass es in den ersten Tagen zu einem vermehrten Andrang an den Entsorgungsstationen kommen kann. Falls möglich geben Sie ihre Abfälle zeitlich versetzt am Zwischenlager für Sonderabfall ab. Bitte bringen Sie viel Zeit und Geduld mit und halten stets mindestens 1,50 Meter Abstand zu allen Bürgern und Mitarbeitern der Entsorgungsunternehmen“, schreibt die Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen in einer Pressemitteilung. Das illegale Abstellen von Abfällen an den Standplätzen könne mit einer Strafe von bis zu 100.000 Euro bestraft werden. Jede illegale Ablagerung werde zur Anzeige gebracht.

Kurzfristige Änderungen können online unter www.ekm-mittelsachsen.de im Bereich „Aktuelles“ oder direkt bei der Abfallberatung der EKM unter 03731-2625-41/-42/-44 bzw. unter abfallberatung@ekm-mittelsachsen.de erfragt werden.

Zugverkehr kehrt zum regulären Fahrplan zurück

Nach dem bereits in den vergangenen Tagen REGIOBUS und die City-Bahn ankündigten zum Regelverkehr ab Montag zurückzukehren, folgt ab Montag die Freiberger Eisenbahn auf der Strecke zwischen Freiberg und Holzhau. Die Mitteldeutsche Regiobahn fährt ab 4. Mai nach Normalfahrplan. Dies betrifft die Strecken Döbeln - Leipzig (RB 110), Hof - Zwickau - Dresden (RE3) und Zwickau - Dresden (RB 30). Die Züge zwischen Chemnitz und Leipzig (RE 6) fahren dann mit vier Wagen (zurzeit drei). Ebenfalls ab 4. Mai verkehrt die S-Bahn der Deutschen Bahn zwischen Dresden und Freiberg. Die  Drahtseilbahn Augustusburg nimmt auch am Montag ihre Fahrten wieder auf. Tickets gibt es  an  bekannten  Verkaufsstellen oder auch per App. „Der Ticketverkauf  beim  Busfahrer ist weiterhin ausgesetzt. Dort, wo ein Ticketkauf  noch unmöglich ist, gilt vorerst weiterhin: Die Fahrt bis zur nächsten Verkaufsstelle wird ermöglicht“, teilt heute der Verkehrsverbund Mittelsachsen mit. Noch ein Hinweis zur City-Bahn:

Ihr Betrieb erfolgt ab Montag mit Einschränkungen in Form von Schienenersatzverkehr wegen Instandsetzungsmaßnahmen bzw. Bauarbeiten.

Hier eine Übersicht der betroffenen Linien in Mittelsachsen:

  • C13 Chemnitz – Burgstädt
  • Montag, 20.04.2020 bis Mittwoch, 22.04.2020 jeweils nach 21 Uhr bis Betriebsschluss Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Chemnitz Hbf – Burgstädt
  • C14 Chemnitz - Mittweida
    Mittwoch, 22.04.2020 23:00 Uhr bis Samstag, 02.05.2020 durchgehend  Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Chemnitz Hbf – Mittweida

Weitere Informationen gibt es unter www.city-bahn.de.

Ablaufende Führerscheine sind dringende Fälle

Die Fahrerlaubnisbehörde sichert nur noch die eingeschränkte Bearbeitung dringlicher Fälle in der Hauptstelle in Döbeln ab. Dringliche Fälle sind Verlängerungen der Gültigkeit von Fahrerlaubnissen (LKW, Bus, Fahrgastbeförderung) und der Schlüsselzahl 95, die bis zum 15. Mai 2020 ablaufen sowie die Ausstellung von Ersatzdokumenten, wenn diese zur Berufsausübung benötigt werden (Kraftfahrer im Fernverkehr). Der Zutritt erfolgt ausschließlich nach telefonischer Terminabsprache/Terminbestätigung. Die Führerscheinstelle ist von Montag bis Freitag von 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 13:00 bis 16:00 Uhr zu erreichen. Die Telefonnummer lautet  03731 799-1454 und die E-Mail lautet service-fahrerlaubnisbehoerde@landkreis-mittelsachsen.de

Verfahren bleiben bei Zulassung von Fahrzeugen ausgesetzt

Die Kfz-Zulassungsstelle informiert, dass die laufende Änderungsfrist bis 26. April in drei Fällen ausgesetzt wird: Dies betrifft die Änderung der Halterdaten, die Änderung technischer Daten und die Erteilung 06er Händlerkennzeichen sowie Verlängerung Fahrzeugscheinhefte. Generell ist der  Zutritt zur Kfz-Zulassungsbehörde Mittelsachsen an den drei Standorten vorerst nur noch nach telefonischer Terminvereinbarung für Autohändler und Zulassungsdienste gestattet. Ohne Termin erfolgt kein Einlass. Die genauen Regelungen sind auf der Internetseite unter www.landkreis-mittelsachsen.de/corona hinterlegt.

Hinweis zur Corona-Ambulanz in Freiberg

Die Öffnungszeiten der Corona-Ambulanz in Freiberg werden erneut angepasst. Ab Montag hat sie von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Grund für die Entscheidung sei nach einer Mitteilung der Vereinigten Gesundheitseinrichtung Mittelsachsen die niedrige Patientenzahl.

„An den letzten beiden Tagen hatten wir jeweils nur neun Patienten“, erklärt die Sprecherin Dr. Ulrike Träger. Sollte die Zahl der Patienten steigen, würden die Öffnungszeiten wieder angepasst.

Informationen zu dieser Ambulanz gibt es im Internet unter https://www.kkh-freiberg.com/gut-zu-wissen/corona-news/ Eine weitere Ambulanz gibt es am Krankenhaus in Mittweida –Infos unter http://www.lmkgmbh.de/LMK/2020/03/30/informationen-zu-besucher-stopp-und-corona-ambulanz/. Die Kassenärztliche Vereinigung betreibt zudem eine Praxis in Rochlitz.

SAB stoppt Auszahlung von Soforthilfen

Wegen falscher Internetseiten hat die Sächsische Aufbaubank die Auszahlung der Soforthilfen gestoppt. „Das ist mehr als bedauerlich, da einige mittelsächsische Betriebe dringend auf die Auszahlung warten", sagt Matthias Damm. Hier werde eine Notsituation in betrügerischer Weise ausgenutzt,was in keinster Form zu rechtfertigen sei. Der Landrat appelliert an die Bürger, sich zum Corona-Virus auf den öffentlichen Internetseiten bzw. in den bekannten Medien zu informieren: „Wir haben es in der vergangenen Woche bereits in den sozialen Netzwerken gesehen, dass es auch Falschmeldungen gibt.“ Insbesondere für Unternehmen hat das Referat Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung eine Übersicht mit den offiziellen Links und Verweisen zusammengestellt, die regelmäßig aktualisiert wird.

https://www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/informationen-fuer-unternehmen-zum-coronavirus.html

Gastronomie in Mittelsachsen: 

Die Region muss zeigen, was sie hat. Sie gehören zu Penig wie die Mulde, die Gaststätte Rollmopsschänke und Harry Wengler. Dieser Tage idyllisch gelegen an der Zwickauer Mulde. Doch das schöne Wetter kann der Gastronom nicht genießen, denn wie vielerorts bleiben die Gäste aus. Die Corona-Krise hat auch das für seine gutbürgerliche Küche, gemütliche Skatabende und gesellige Runden bekannte Lokal fest im Griff. Anders als im Einzelhandel ist eine Besserung noch nicht in Sicht. „Wir haben das Hochwasser überstanden und wir schaffen auch Corona“, sagt der bodenständige Unternehmer. Gemeinsam mit seiner Frau Ilona und Mitarbeiterin Simone blickt er fast optimistisch auf das Ostergeschäft zurück. „Viele unserer Gäste haben uns die Treue gehalten und den Abholservice genutzt. Wir haben aufmunternde Worte gehört, das gibt uns Kraft“, sagt Harry Wengler weiter. Jetzt komme es darauf an, dass die Gäste auch weiter bei der Stange halten. „Schön wäre, wenn die Leute bei dem schönen Wetter, statt den Grill anzuwerfen, auch einmal bei der heimischen Gaststätte bestellen", schlägt er weiter vor. Er beschreibt sich selbst als Vollblutgastronom, er macht Werbung über Facebook und im Internet.  Aber er serviert lieber den namenesgebenden Riesenrollmops, als sich mit Suchmaschinenoptimierung, Datenschutzerklärungen und barrierefreien Internetseiten rumzuschlagen. So wie Harry Wengler geht es vielen. Deshalb war er Anfang April gemeinsam mit anderen Peniger Gewerbetreibenden auf die Idee gekommen, die gegenseitige Unterstützung zu zeigen. So wurde der Peniger Lokalheld in den Farben der Stadt geboren, der mit dem Spruch  >> Ich unterstütze meinen lokalen Händler<< genau das aussagt. „Dass der Landkreis unsere Initiative aufgreift und dazu noch eine eigene Plattform bereitstellt, finde ich klasse" freut er sich. Harry Wengler ist mit seiner Rollmopsschänke bereits eingetragen. Gerade für die Gastronomie sind solche Angebote wichtig, denn so zeigt die mittelsächsische Wirtschaft, dass sie zusammenhält.  Über 160 Angebote gibt es bereits unter https://www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/kaufregional.html  zu sehen. 

 

Corona-Lage am 16. April

In Mittelsachsen gibt es 232 Fälle. Diese verteilen sich auf den Altkreis Döbeln mit 70 Fällen, den Altkreis Freiberg mit 92 Fällen und dem Altkreis Mittweida mit 70 Fällen. Das Landratsamt ordnete für 744 Personen die Quarantäne an, 447 Personen haben diese wieder verlassen. 

Landrat zur aktuellen Entwicklung

Der Freistaat Sachsen hat angekündigt, eine neue Rechtsverordnung zur künftigen Eindämmung des Corona-Virus zu erlassen. Sie soll morgen im Kabinett verabschiedet werden. Demnach soll es beispielsweise keine Ausgangsbeschränkungen, sondern Kontaktbeschränkungen geben, Museen bleiben geschlossen, ebenso Gaststätten. Zahlreiche Anrufe gingen dazu über die Hotline 03731 799-6249 im Gesundheitsamt ein. „Hier haben unsere Mitarbeiterinnen immer auf die Verordnung vertrösten müssen, denn darin werden die einzelnen Punkte rechtsverbindlich geregelt“, erklärt Landrat Matthias Damm. Damit werden Falschauskünfte verhindert, die dann ggf. revidiert werden müssten. Es sei aber eine gewisse Unsicherheit in der Bevölkerung zu den neuen Regeln zu spüren – was darf man ab Montag. „Die angekündigten Vorhaben sind kleine Schritte, um das gesellschaftliche Leben offener gestalten zu können und gleichzeitig die Verbreitung des Virus zu minimieren“, fasst es Matthias Damm zusammen. In Mittelsachsen sind die Fallzahlen im Rückblick auf die vergangenen Tagen im Vergleich zu anderen Regionen moderat gestiegen – innerhalb von einer Woche um 30 Fälle. Die Menschen seien sehr diszipliniert mit den Regelungen umgegangen, was nicht zuletzt aus den Rückmeldungen der Polizei hervorginge. „Das könnte natürlich im unmittelbaren Zusammenhang mit den Maßnahmen stehen, aber es fehlt eine wissenschaftliche Grundlage, um sich hier ausdrücklich festzulegen“, so Damm. Er hofft mit den Regelungen, dass es seitens der Bevölkerung weiterhin eine so große Mitwirkung zur Verlangsamung des Virus gäbe - wohlwissend, dass dies mitunter viel abverlange. Positiv sieht er die Ankündigung, dass einzelne Läden wieder nach aktuellem Stand öffnen können. „Jedoch wird das Einkaufen an sich anders ablaufen, als Kunden und Geschäfte es bisher gewohnt sind durch die Hygiene- und Abstandsregeln“, ergänzt der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Insbesondere Handel und Gastronomie sollten mit digitalen Angeboten auf die Änderungen im Kauf- und Konsumverhalten reagieren. Er betont, dass die „Kauf-Regional"-Seite der Wirtschaftsförderung unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/kaufregional.html weiter ausgebaut werden soll. Dies sei eine Plattform für regionale Unternehmen. Enthalten sind Angebote von etwa 100 Unternehmen zu Liefer- und Abholservices, Onlineshops und Gutscheinen. „Wir freuen uns, dass die Plattform so gut angenommen wird und kontinuierlich wächst", sagt Dr. Lothar Beier. In sozialen Medien und im Internet wirbt ein kleiner blau-gelber Lokalheld für die Plattform. „Das Maskottchen stellen wir Unternehmen in Form von Aufklebern und als Druckdatei kostenfrei zu Verfügung“, betont Beier. Einige Firmen, zum Beispiel die Striegistaler Seifenmanufaktur oder Essskultur aus Mittweida nutzen den mittelsächsischen Lokalhelden schon, indem sie ihn in der Stickerform den Paketen aus dem Onlineversand beilegen. Die Kaffeerösterei Reinhardt in Burgstädt bedruckt künftig die Etiketten des 250-Gramm-Röstkaffees mit seinem Konterfei. Dr. Beier: „Insgesamt ist es erfreulich, wie die Unternehmen so die Unterstützung untereinander und die Verwurzelung in der Region bekunden“. Das Maskottchen ist eine Idee von Peniger Gewerbetreibenden. Der Landkreis schloss sich dieser Initiative an. In den Landkreisfarben wirbt der kleine Held vorrangig in den sozialen Medien für seine Heimatregion und die engagierten Unternehmen. Die Plattform wurde am 7. April frei geschaltet und soll Unternehmen unterstützen mit den aktuellen Bestimmungen besser klarzukommen. Die Unterseite „Kauf regional" wird als kostenfreies und digitales Angebot der Wirtschaftsförderung für Handel, regionale Erzeuger und Gastronomie sowie Dienstleister auch künftig bestehen bleiben. Ein Branchenkatalog und ein Einkaufsführer mit regionalen Erzeugern runden das Angebot ab. 

Vorbereitung Wiederaufnahme Schulbetrieb

Der Landkreis bereitet sich indes auf die schrittweise Öffnung der Schulen in seiner Trägerschaft vor. So öffnen Berufliche Schulzentren, Gymnasien und Förderschulen für die Abschlussklassen. Ausnahme bilden die Schulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Hierzu gehören die Regenbogenschule in Döbeln, Dr.-Lothar-Kreyssig-Schule in Flöha, Wilhelm-Pfeffer-Schule in Rochlitz und die Max-Kästner-Schule in Frankenberg sowie die Albert-Schweitzer-Schule in Freiberg in Trägerschaft der Diakonie Freiberg. „Die Schülerinnen und Schüler erwerben keinen Schulabschluss im klassischen Sinn“ , erklärt der für Bildung zuständige zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Erste Aufgabe sei beispielsweise bei der Wiedereröffnung die Zimmer entsprechend umzuräumen, beispielsweise, um den notwendigen Abstand zwischen den Schülern zu gewährleisten. Es wird über den Freistaat eine Lieferung von persönlicher Schutzausstattung und Desinfektionsmittel erwartet. Schon jetzt bittet er die Schülerinnen und Schüler auf die Hygiene zu achten und verantwortungsvoll zu handeln. Plakate in den Gebäuden werden immer wieder auf Verhaltensweisen eingehen. „Als Träger stehen wir mit den Schulleitern in enger Verbindung. Wir möchten mit unseren Mitteln in diesen Zeiten den Schülerinnen und Schülern beste Bedingungen für die bestehenden Prüfungen bieten“, betont Höllmüller. Gleiches gelte für die Lehrerinnen und Lehrer, da es auch für diese eine außergewöhnliche Situation sei. Die Prüfungszeit beginnt in der kommenden Woche auch am Fachschulzentrum Freiberg-Zug, die einzige höhere Fachschule für die landwirtschaftliche und hauswirtschaftliche Fortbildung zum Techniker, Betriebswirt oder hauswirtschaftlichen Betriebsleiter in Sachsen. Diese Schule betreibt der Landkreis komplett, das heißt er stellt auch die Lehrerinnen und Lehrer. „Spätestens am 11. Mai soll dann auch die Lehrküche wieder in Betrieb gehen, damit der praktische Teil der Prüfungen für den Bereich der Hauswirtschaft durchgeführt werden kann“, erklärt Höllmüller. Für die Versorgung von Schülern und Gästen bleibt die Küche geschlossen. Infos zum Schulbetrieb in Sachsen unter https://www.bildung.sachsen.de/ 

Änderung im Busfahrplan

Wichtige Grundlage für den Schulstart bildet der Öffentliche Personennahverkehr. REGIOBUS hat hierzu kurzfristig alles für die Aufnahme des regulären Betriebes umgestellt. „Wir danken unseren Beschäftigten und den beauftragten Sub-Unternehmen, die das so schnell ermöglichten“, so Geschäftsführer Michael Tanne. Beispielsweise musste der Dienstplan für 350 Fahrerinnen und Fahrer in seinem Unternehmen neu aufgestellt werden. Er betont, dass die Fahrzeuge jeden Tag gründlichst gereinigt würden und erinnert daran, dass – wenn vorhanden – nur die hinteren Türen benutzt werden dürfen. „Aber es laufen Vorbereitungen, dies perspektivisch umzustellen. Hier sind aber Einbauten zum Schutz des Fahrpersonals noch notwendig“, so Tanne. Die Fahrpläne sind auf der Interseite von REGIOBUS veröffentlicht www.regiobus.com 

Volkshochschule bietet Online-Kurse

Aufgrund der aktuellen Entwicklung zum Coronavirus bietet die Volkshochschule Mittelsachsen in Kooperation mit dem SAEK mobil nun einige Veranstaltungen als Online-Kurse an. So findet am 22. April von 14:00 – 15:30 Uhr ein Webinar zum Umgang mit Falschmeldungen in Zeiten von Corona statt. Im Internet kursieren Falschnachrichten oder sog. „Fake News" zu den unterschiedlichsten Themen. „Da ist es manchmal gar nicht so leicht zu erkennen, ob eine Information glaubwürdig ist. Und das kann am Ende große Auswirkungen auf das menschliche Verhalten haben“, schreibt die Volkshochschule in einer Mitteilung. Im Webinar werden die Unterschiede zwischen den schnellen Nachrichten in den sozialen Medien und verschiedenen journalistischen Formaten angeschaut. Es wird aufgezeigt, welche Strategien dahinterstecken und wie Falschnachrichten erkannt werden können. Vermittelt werden einfache Wege und Möglichkeiten, wie Quellen und Glaubwürdigkeit von Medieninhalten überprüft werden können. Zum Schluss kann man selbst Methoden und Hilfsmittel zum Faktencheck, zum Beispiel eine Bilderrückwärtssuche oder die Überprüfung von Angaben im Impressum ausprobieren. Link zur Veranstaltung: https://www.edudip.com/de/webinar/webinar-umgang-mit-falschmeldungen-in-zeiten-von-corona-saek-mobil/124376

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten.

Das Webinar findet im Rahmen des Projektes „Politische Bildung“ statt, gefördert vom Freistaat Sachsen.

Bei Fragen zur Anmeldung steht das SAEK mobil zur Verfügung unter: mobil@saek.de

Corona-Lage am 15. April

Im Landkreis gibt es den zweiten Todesfall. Es handelt sich um eine 52-jährige Frau mit Vorerkrankung. Mit dem heutigen Stand sind im Gesundheitsamt 230 bestätigte Fälle insgesamt registriert worden. Diese verteilen sich auf den Altkreis Döbeln mit 68 Fällen, dem Altkreis Freiberg mit 92 Fällen und dem Altkreis Mittweida mit 70 Fällen. Rechnerisch sind zirka 115 Personen wieder genesen. Das Gesundheitsamt erlies für 720 Personen einen Quarantänebescheid, 410 Personen haben diese wieder verlassen. Heute Abend tagt das Sächsische Kabinett zur weiteren Verfahrensweise in der Corona-Krise. Die Ergebnisse werden auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben, die auf Facebook übertragen wird.  

Bus und City-Bahn fahren wieder normal

Ab Montag stellt REGIOBUS seinen Fahrplan um und fährt wieder regulär. Hintergrund ist die Ankündigung, die Schulen teilweise wieder zu öffnen.  In Folge der Corona-Krise und den Schulschließungen fuhr das Unternehmen seit 23. März nach Ferienfahrplan. Weiterhin gültig bleiben zunächst  die Regelung, dass – wenn möglich – die hintere Türe benutzt werden soll. Die Fahrpläne aller Linien von REGIOBUS sind auf der Internetseite unter www.regiobus.com veröffentlicht.

Auch die City-Bahn fährt ab Montag wieder im sogenannten Vollbetrieb. Dieser erfolgt aber mit Einschränkungen in Form von Schienenersatzverkehr wegen Instandsetzungsmaßnahmen bzw. Bauarbeiten.

Hier eine Übersicht der betroffenen Linien in Mittelsachsen:

  • C13 Chemnitz - Burgstädt 
    Montag, 20.04.2020 bis Mittwoch, 22.04.2020 jeweils nach 21 Uhr bis        Betriebsschluss Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Chemnitz Hbf – Burgstädt
  • C14 Chemnitz - Mittweida 
    Mittwoch, 22.04.2020 23:00 Uhr bis Samstag, 02.05.2020 durchgehend       Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Chemnitz Hbf – Mittweida


Weitere Informationen gibt es unter www.city-bahn.de.

Antrag ist online

Das Gesundheitsamt und die Abteilungen Soziales sowie Jugend und Familie arbeiten mit zahlreichen sozialen Dienstleistern zusammen. Im Auftrag des Landkreises unterhalten diese zum Beispiel soziale Leistungsangebote für erzieherische Hilfen, Eingliederungshilfen, aber auch Beratungsstellen oder Treffs. Infolge der Corona-Krise können sie ihr Angebot zum Teil nur noch begrenzt oder gar nicht aufrechterhalten. Um die Existenz der Träger in dieser schwierigen Zeit sicherzustellen, können jetzt entsprechende Zuschüsse beantragt werden. Der Landkreis hat auf seiner Internetseite zum Coronavirus Informationen und ein Antragsformular zur Verfügung gestellt. Mittelsachsens zweiter Beigeordneter Jörg Höllmüller: „Die Träger erfüllen wichtige Aufgaben im Bereich der Daseinsvorsorge und sind wichtige Partner, die durch ihre Leistungen in der Bevölkerung großes Vertrauen genießen. Mit dem Programm wird geholfen, dass diese Leistungen in der Fläche auch nach der Krise wieder fortgeführt werden.“ Im Gegenzug erklären die Einrichtungen ihre Bereitschaft, z. B. ihr Personal oder Sachmittel für die Bekämpfung der Corona-Krise zur Verfügung zu stellen. 

Ein Nestbau-Ei versteckte sich im Wimmelbild

Bevor die jüngsten Mittelsachsen und ihre Familien in der grünenden Natur ihre Osternester und vielfältiges Naschwerk entdecken durften, hatte die Nestbau-Zentrale Mittelsachsen eine etwas andere Eier-Suche für findige Oster-Fans vorbereitet. Auch in diesem Jahr galt es, im Facebook-Auftritt der Wirtschaftsregion Mittelsachsen auf die Jagd nach einem gut getarnten Nestbau-Ei zu gehen. Dieses musste auf einem Wimmelbild mit Raster – schön mit ländlichen-kindlichen Motiven gezeichnet von Grafikerin Bianka Behrami – gefunden werden. Einfach war es nicht, glich doch das eine oder andere Astloch dem gesuchten Gegenstand. Nur wer das richtige Planquadrat in die Kommentarspalte schrieb, hatte die Chance, mit seinem Namen in den Lostopf zu kommen. Die Ziehung nahm der fleißige Nestbau-Osterhase schließlich persönlich vor. Die drei Gewinner dürfen sich auf eine Familienkarte für den Besuch im Sonnenlandpark Lichtenau freuen. Insgesamt nahmen 148 Personen an dem Gewinnspiel teil. 147 lagen mit ihrem Kommentar richtig. Der Gewinnspiel-Betrag wurde 1.336 mal angeklickt und erreichte 12.210 Facebook-Fans.  

Steuererleichterungen bei gemeinnützigem Engagement während der Corona-Krise

Die Bundesregierung hilft mit verschiedenen Maßnahmen, die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Dazu zählen jetzt auch steuerliche Erleichterungen für Bürgerinnen und Bürger sowie gemeinnützige Initiativen, die von der Corona-Krise Betroffene unterstützen und sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren. Die vereinfachten Regelungen gelten für Unterstützungsmaßnahmen, die vom 1. März bis 31. Dezember 2020 durchgeführt werden. Bei Spenden soll beispielsweise – unabhängig von der Betragshöhe - ein vereinfachter Zuwendungsnachweis geführt werden können. Grundsätzlich genügt danach der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung des Kreditinstituts. In der heutigen Pressemitteilung des Sächsischen Finanzministeriums heißt es: „Verzichten Arbeitnehmer auf die Auszahlung von Teilen ihres Arbeitslohns oder auf Teile eines angesammelten Wertguthabens zugunsten einer Zahlung ihres Arbeitgebers auf ein Spendenkonto einer spendenempfangsberechtigten Einrichtung im Sinne von § 10 Abs. 1 Satz 2 EStG, können diese Lohnanteile bei der Feststellung des steuerpflichtigen Arbeitslohns außer Ansatz bleiben. Das soll auch für Aufsichtsratvergütungen gelten.“

Die vereinfachten Regelungen sind im Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 9. April 2020 näher dargestellt.

Corona-Lage am 14. April

Von gestern auf heute sind keine neuen Fälle dazu gekommen. Somit gibt es in Mittelsachsen 222 bestätigte Fälle. Sie verteilen sich auf den Altkreis Döbeln mit 67 Fällen, dem Altkreis Freiberg mit 90 Fällen und dem Altkreis Mittweida mit 65 Fällen. Das Gesundheitsamt hat für 685 Personen einen Quarantänebescheid erlassen, 382 Personen haben diese wieder verlassen. Rund 100 Personen sind rechnerisch wieder genesen.

Gesundheitsministerium warnt vor vermeintlichen Wundermitteln

Das Gesundheitsministerium in Sachsen warnt vor vermeintlichen Wundermitteln, die gegen das Coronavirus helfen sollen. Häufig verbergen sich dahinter völlig unwirksame oder im schlimmsten Falle gefährliche Mittel. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise aktuell ein vermeintliches Malariaheilmittel auf der Basis von Natriumchlorit, auch unter dem Kürzel MMS (Miracle Mineral Supplement) bekannt, angepriesen. „Tatsächlich gibt es keinen einzigen Nachweis für irgendeine positive Wirkung. Bei Aktivierung des Natriumchlorits entsteht bei der Einnahme das als ätzend und sehr giftig eingestufte Chlordioxid“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. 

Masken abgeholt

Am Ostermontag holten rund 50 Träger von Einrichtungen aus den Bereichen ambulante und stationäre Pflege, Suchtberatung sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe Schutzmasken im Landratsamt ab. Die OP-Mundschutzmasken und FFP2-Masken stammen aus einer Lieferung des Freistaates Sachsen vom Wochenende. In seinem Auftrag verteilte der Landkreis die Masken. Eine weitere Ausgabe ist für diese Woche geplant, da zu Ostern nicht alle entsprechenden Träger mit diversen Angeboten erreicht werden konnten. Diese Träger werden durch den Kreis über den neuen Ausgabetermin und –ort per E-Mail informiert. Im Gegensatz zum bisher ausgereichten Desinfektionsmittel handelt es sich aber um keine Spende. Die Ausrüstung ist kostenpflichtig.  

Anfragen beim Allgemeinen Dienst

In diesen Tagen gehen beim Allgemeinen Sozialen Dienst im Jugendamt des Landkreises ganz unterschiedliche Fragen zur aktuellen Situation ein. Beispielsweise zum Umgangsrecht von Eltern. Dies ist in der Sächsischen Verordnung entsprechend geregelt, dass Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich möglich sei. Hierzu gibt es auch weitergehende Informationen auf der Internetseite des Freistaates www.coronavirus.sachsen.de oder der Internetseite des Landkreises. „Es erreichen den Allgemeinen Sozialen Dienst nicht mehr Hinweise zu möglichen Kinderwohlgefährdungen im Vergleich zum Zeitpunkt vor den Ausgangsbeschränkungen und den Schulschließungen“, erklärt die Leiterin der Abteilung Jugend und Familie. In der Regel kämen diese Nachrichten und Anrufe aus der Bevölkerung bzw. der Nachbarschaft. Sie versichert, man gehe jedem Hinweis nach und prüfe die Fälle genau. Unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen seien auch Hausbesuche nicht ausgeschlossen.

Richter weist in diesem Zusammenhang nochmals auf die Familienberatungsstellen im Landkreis hin, an welche sich Eltern und Kinder bzw. Jugendliche auch wenden können.

Die Beratungsstelle der Diakonie in Freiberg ist per E-Mail über famber@diakonie-freiberg.de sowie unter der Telefonnummer 03731 482-100 von Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 12:00 und 13:00 bis 18:00 Uhr sowie am Freitag von 08:00 bis 14:00 Uhr erreichbar.

Die Beratungsstellen der Diakonie Rochlitz ist per Mail familienberatung@diakonie-rochlitz.de und telefonisch wie folgt zu erreichen:

  • Mittweida: 03727-9967530
  • Rochlitz: 03737-493131, 03737-493125
  • Burgstädt: 03724-15870
  • Frankenberg: Mittwoch und Freitag unter 037206-880443.


Die Beratungsstelle der Volkssolidarität Döbeln ist per Mail über eb-doebeln@volkssoli-doebeln.com sowie unter der Telefonnummer 03431 574764 erreichbar.

Corona-Lage am 9. April 

In Mittelsachsen gibt es 202 bestätigte Fälle. Sie verteilen sich auf den Altkreis Döbeln mit 64 Fällen, den Altkreis Freiberg mit 80 Fällen und dem Altkreis Mittweida mit 58 Fällen.

Das Gesundheitsamt ordnete für 630 Personen Quarantäne an, 269 Personen haben diese wieder verlassen. 

Über Ostern werden jeden Tag aktuelle Zahlen auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-mittelsachsen.de/corona veröffentlicht. Die nächste Lagemeldung gibt es am 14. April.

Hinweis: Die Hotline des Landratsamtes ist auch über Ostern jeden Tag zwischen 9 und 13 Uhr zu erreichen. Anfragen werden auch per Mail über corona@landkreis-mittelsachsen.de beantwortet. 

Landrat zu Ostern:

In den vergangenen Tagen war die Hotline des Landratsamtes zu Corona weiterhin sehr gefragt. Über 100 Anrufe täglich registrierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben den eigentlichen Fragen zum Virus drehte sich auch viel um die Ausgangsbeschränkungen im Hinblick auf das bevorstehende Osterfest. Hier appelliert Landrat Matthias Damm sich, beispielsweise nochmals genau über die gültigen Vorschriften zu informieren. Sowohl auf der Internetseite des Landkreises gibt es Hinweise als auch auf der Internetseite des Freistaates. „Kern ist weiterhin die Kontakte auf ein Minimum zu beschränken“, so Damm. Ausnahmen bilden beispielsweise der Hin- und Rückweg zur Arbeit, der Hin- und Rückweg zur Kindernotbetreuung von Eltern, die darauf einen Anspruch haben. Wege zum Einkaufen sind weiterhin erlaubt. Damm: „Ganz viele Einwohnerinnen und Einwohner hätten sich garantiert das Osterfest anders vorgestellt und sind enttäuscht, diese Feiertage ganz anders verbringen zu müssen, aber das Hauptziel mit den Regelungen ist die Ausbreitung zu minimieren.“ Er hofft für Mittelsachsen weiterhin auf geringere Steigerungen der Erkrankungszahlen. Letztendlich zähle die Gesamtentwicklung in Sachsen bzw. Deutschland noch bis Ostern. „Wir blicken in der kommenden Woche auf die Beratungen der Länder mit der Bundesregierung. So oder so werden es keine leichten Entscheidungen der Beteiligten.“ Er bedankt sich bei den Einwohnerinnen und Einwohnern für die Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen, denn es komme in dieser Situation auf jeden Einzelnen an: „Es erfordert von uns allen viel Disziplin, Verständnis und Opfer, aber es besteht  ein gesamtgesellschaftliches Ziel und ich freue mich, dass hier so viele mitwirken“. Trotz dieser Umstände wünscht er den Mittelsachsen ruhige Feiertage. „Und es ist mir wichtig, an dieser Stelle vor allem jenen zu danken, die im medizinischen und pflegerischen Bereich arbeiten. Sie sind rund um die Uhr und unabhängig von Feiertagen für uns da.“ 

Freistaat Sachsen regelt Quarantäne für Ein- und Rückreisende

Der Freistaat Sachsen erlässt in Abstimmung mit der Bundesregierung und den anderen Bundesländern Regeln für die Einreise von Personen, die aus dem Ausland nach Sachsen kommen. Diese Personen sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder die für ihren Aufenthalt vorgesehene Unterkunft zu begeben. Ihnen wird aus Infektionsschutzgründen eine verbindliche zweiwöchige Quarantäne angeordnet. Das gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes Land der Bundesrepublik Deutschland eingereist sind. Den Personen ist es in dieser Zeit nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Zudem sind die Reiserückkehrer verpflichtet, unverzüglich das für sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren und über ihre Ankunft zu informieren. Die Personen sind zudem verpflichtet, beim Auftreten von Krankheitssymptomen ebenfalls unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren. Für die Zeit der Quarantäne unterliegen die Reiserückkehrer der Beobachtung durch das zuständige Gesundheitsamt. Sie dürfen in dieser Zeit keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen. Ausgenommen von der häuslichen Quarantäne sind Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend reisen, weil sie Waren und Güter auf Straße, Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren. Befreit von der Pflicht zur Quarantäne sind Reisende, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens und der Pflegeeinrichtungen, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der Pflege diplomatischer und konsularischer Beziehungen, der Funktionsfähigkeit des Rechtswesens sowie der Funktionsfähigkeit von Volksvertretung, Regierung und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen zwingend notwendig ist. Diese Notwendigkeit ist vom Arbeitgeber oder Dienstherrn zu bescheinigen. Ebenfalls ausgenommen von der Quarantänepflicht nach Rückkehr sind Mitarbeiter von Luft-Schiffs-, Bahn-, oder Busverkehrsunternehmen oder als Besatzung von Flugzeugen, Schiffen, Bahnen und Bussen, die sich außerhalb des Bundesgebiets aufgehalten haben, Grenzpendler und Personen, die sich weniger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten haben.

Auch besondere triftige Reisegründe können zur Befreiung von der Quarantänepflicht führen. Dazu zählen ein geteiltes Sorgerecht, der Besuch des nicht im selben Hausstand lebenden Lebenspartners, dringende medizinische Behandlungen und der Beistand für schutzbedürftige Personen. Im Übrigen kann das zuständige Gesundheitsamt in begründeten Einzelfällen auf Antrag weitere Befreiungen erteilen. Die Verordnung gilt ab 10. April 2020 und tritt am 20. April 2020, 0 Uhr, außer Kraft. Sie ist im Internet unter www.coronavirus.sachsen.de 

Desinfektionsmittel verteilt

Heute wurden in Mittweida Desinfektionsmittel an fast 50 Einrichtungen verteilt. Das Mittel wurde von der Beiersdorf AG zur Verfügung gestellt und von Fit GmbH abgefüllt. Die rund 1000 Liter erhielten stationäre Pflege- und Behindertenheime. Die Spende bekam der Freistaat und wurde über den Landkreis an die Einrichtungen weitergereicht. 

Wirtschaftsförderung: Die Krise meistern

An der Corona-Hotline des Landkreises, via Facebook und im Internet informieren sich tagtäglich viele Unternehmen aus Mittelsachsen.  Neben den gestellten Fragen zu Entlastungsmöglichkeiten bei Steuern und Beiträgen oder weiteren finanziellen Hilfen werden auch Beispiele genannt, die momentan besonders aktuell sind. „Wir sind stolz, wie Mittelsachsens Wirtschaft in der Krise zusammenhält. Viele Firmen vernetzen sich und arbeiten eng zusammen. In den sozialen Medien weisen sie aufeinander hin" , beschreibt Dr. Lothar Beier die Situation. „Einige Firmen nutzen ihre Kontakte nach Fernost und helfen bei der Beschaffung von Schutzausrüstung, wie IMM in Mittweida oder nähen gleich selbst Gesichtsmasken wie die Firma Demmelhuber, deren Metier sonst ein ganz anderes ist. Mit Desinfektionsrobotern, hergestellt in der Hartmann GmbH in Hainichen können Oberflächen, sogar ganze Räume mittels UV-C-Strahlung desinfiziert werden. Alle diese Aktivitäten helfen in der Krise sehr und zeigen, dass insbesondere Mittelsachsens produzierendes Gewerbe zur Bewältigung der Situation beiträgt", schließt der erste Beigeordnete seine Betrachtungen ab. Das Referat Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung hat unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/informationen-fuer-unternehmen-zum-coronavirus.html wesentliche Fragen und Antworten für Unternehmen zusammengestellt, die ständig aktualisiert werden. Um die Liquidität zu erhalten, standen primär die Belange um die Soforthilfen von Bund und Land im Fokus von Mittelsachsens Wirtschaft.  Das Referat listet weitere Entlastungsmöglichkeiten und Hilfen zur Bewältigung der Situation auf. Darin geht es um die Herab- oder Aussetzung steuerlicher Vorauszahlungen oder um die zinslose Steuerstundung bis hin zur Anpassung von Beiträgen. 

Hilfesuchende können sich melden

Ab sofort können nun auch individuelle Hilfegesuche von Privatpersonen an das TEAM SACHSEN gerichtet werden — ein Onlinetool bringt Hilfegesuch und Helfende vor Ort zusammen. Um Hilfe zu erhalten, ist zunächst eine Registrierung über die Webseite erforderlich: www.teamsachsen.de

Außerdem befindet sich auf der Webseite www.teamsachsen.de ein Anmeldeformular für interessierte Helferinnen und Helfer, die in der jetzigen Lage ihre Zeit und Fähigkeiten zur Verfügung stellen wollen. Zusätzlich gibt es einen Onlinekurs zum Thema Hygiene- und
Desinfektionsschulung. Dieser steht jeder Bürgerin und jedem Bürger zur Verfügung unabhängig davon, ob sie oder er sich im »Team Sachsen« engagieren möchte. Perspektivisch soll auch ein Anmeldeformular für Hilfegesuche auf der Seite implementiert werden.
Die gemeinsame Koordinierungsstelle der sächsischen Hilfsorganisationen besteht aus dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, dem Deutschen Rotes Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Malteser Hilfsdienst. In Krisen- und Katastrophenlagen wird das Lagezentrum des DRK Sachsen in Dresden für die landesweite Koordinierung von Einsätzen der Hilfsorganisationen genutzt. Die Initiative »Team Sachsen« ist in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt entstanden.

Das TEAM SACHSEN ist über folgenden Kontakt zu erreichen:

Mail: ich-brauche-hilfe@teamsachsen.de

Telefon: 0351 4678 150 

Allgemeine Hilfstelefone

Es stehen außerdem 24 Stunden am Tag folgende kostenfreie Rufnummer zur Verfügung: Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen unter 08000 116 016, die Nummer gegen Kummer unter 116 111 5 sowie das Elterntelefon (0800 111 0 550). 

Frauenschutzhaus erreichbar:

Die Mitarbeiterinnen des  Frauenschutzhauses Freiberg sind auch während der Corona-Krise ansprechbar. Kontakt-Telefon-Nummer 03731 22561 http://www.frauenschutzhaus-freiberg.de/kontakt/index.php?dynamisch=1

Corona-Lage am 8. April

In Mittelsachsen gibt es 182 bestätigte Fälle. Sie verteilen sich auf den Altkreis Döbeln mit 54, auf den mit Altkreis Freiberg 75 und auf den Altkreis Mittweida mit 53 Fällen. Von 182 positiv getesteten Personen sind 103 weiblich und 79 männlich, fünf sind unter 17 Jahre alt, 121 zwischen 17 und 59 Jahre alt und 56 Personen sind älter als 59 Jahre. Für 538 Personen hat das Gesundheitsamt eine Quarantäne erlassen, 215 haben diese wieder verlassen.

Weitere Corona-Anlaufstelle in Mittelsachsen

Morgen wird eine Anlaufpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen in Rochlitz eröffnet. „Diese Anlaufpraxen stehen ausschließlich Patienten zur Verfügung, die entweder durch ihren behandelnden Arzt oder das Gesundheitsamt dorthin überwiesen werden, am Wochenende oder den Osterfeiertagen auch durch den diensthabenden Arzt im Bereitschaftsdienst“, heißt es in einer Pressemitteilung der Vereinigung. Die Anlaufpraxis befindet sich in der Gärtnerstraße 2 in Rochlitz, auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses Rochlitz. Sie ist von Montag bis Freitag 14 bis 16 Uhr geöffnet, am Wochenende und den Osterfeiertagen von 10 bis 12 Uhr. Die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH weist daraufhin, dass die Patienten nicht den Haupteingang zum Objekt nutzen dürfen, da die Anlaufpraxis über einen separaten Zugang über das Treppenhaus an der linken Giebelseite des Hauses (aus Sicht des Besucherparkplatzes an der Lindenallee) verfügt.

Information zur Corona-Ambulanz in Freiberg

Die Corona-Ambulanz in Freiberg bleibt Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag geschlossen. Am Samstag hat sie von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Nachdem heute lediglich zwölf Personen vorstellig waren, ist der Aufwand über das Osterwochenende weiterhin täglich Personal vorzuhalten nicht gerechtfertigt. Ab Dienstaghat die Ambulanzimmer wochentags (Montag bis Freitag) von 9.00 bis 12.00 Uhrgeöffnet. Weitere Infos zur Ambulanz gibt es auf der Internetseite des Krankenhauses Freiberg.

Eine weitere Ambulanz gibt es in Mittweida. Informationen gibt es dazu auf der Internetseite der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH.

Oberverwaltungsgericht konkretisiert mit Beschluss Rechtsvorschrift<

Weitere Interessante Meldungen finden Sie auch in unseren anderen News Kategorien.