Öffnungszeiten
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So: 08:00 - 08:00 Uhr
Herzlich willkommen in der Garnisonsstadt Frankenberg/Sa.
Gemeinsam schaufeln die Kinder der Kindertagesstätte „Triangel“, die Senioren aus dem Haus „St. Katharina“ und Frankenbergs Bürgermeister Oliver Gerstner Blumenerde in die großen Kübel, setzen viele blaue Vergissmeinnicht hinein und gießen die Pflänzchen.
Mit der VERGISS?MEIN!NICHT-Aktion am 19. März 2026 setzten die Kindertagesstätte des Diakonischen Werkes Rochlitz und das Seniorenhaus der Diakonie Flöha ein Zeichen für das Thema Demenz und bestärkten ihr intergeneratives Miteinander. Regelmäßig schlagen die Kinder und die Senioren Brücken zwischen Generationen, treffen sich in den beieinander liegenden Gärten, singen oder basteln gemeinsam.
Während der Pflanzaktion besonders in seinem Element war Udo Stinsky. Der gelernte Gärtner und nun Bewohner vom Seniorenhaus genoss das Buddeln in der Erde und das rege Treiben der Kinder. Mit Freude erinnerte er sich an sein Wirken früher als Stadtgärtner in Flöha und auch in Frankenberg. Doch inzwischen fällt es ihm schwer, die genauen Orte und Jahreszahlen richtig zu benennen. Die Demenz macht auch seinem Erinnerungsvermögen zu schaffen.
Virginie Frey, Leiterin der Kindertagesstätte erklärt die Krankheit den Kindern und vergleicht sie mit einem Bücherregal: „Manche Bücher sind durcheinandergeraten, manchmal fehlen einzelne Seiten: So haben Menschen mit Demenz Mühe, Erinnerungen und Namen richtig zuzuordnen.“
In den Gärten der beiden Diakonie-Einrichtungen und im Hochbeet vor der „Triangel“ blühen nun die blauen Vergissmeinnicht und Holztafeln informieren über die Aktion sowie über das Krankheitsbild Demenz.
An über 600 Orten im öffentlichen Raum wurde durch die Aktion sichtbar, dass Menschen mit Demenz Teil der Gesellschaft sind. „In Sachsen leben über 104.000 Menschen mit Demenz. Viele von ihnen können noch lange nach der Diagnose ein selbstbestimmtes Leben führen“, sagt Simone Vierkant von der Landesinitiative Demenz Sachsen e. V. und Koordinatorin des Aktionstages. Ziel sei es, den Blick stärker auf die Fähigkeiten zu lenken, die trotz Erkrankung noch immer vorhanden sind.
Kerstin Rudolph
Diakonie Rochlitz
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